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15.08.2008, 16:46

Welche Kamera brauche ich

Hallo

ich habe mal einige Überlegungen zum Kauf einer neuen Kamera angestellt und so ein bischen herum gelesen, was man so alles berücksichtigen sollte beim Kamerakauf. Ziel ist es aber nicht, irgendeine Kamera zu empfehlen, sondern einfach einige Überlegungen anzustellen, dei für den Kamerakauf relevant sein könnten.

Ein Resultat aus diesen Überlegungen war, dass ich keine neue Kamera brauche und mit meiner alten noch eine Zeit lang leben kann. Das Geld verbrat ich lieber auf meiner nächsten Reise. :-)

Da ich kein professionelle Fotograf und auch kein Techniker, wäre es schön, wenn jemand die Berichte ergänzen oder kommentieren würde.

Zuerst einmal: Welche Kamera gibt es denn so?

Da gibt es
  • Handykameras
  • die "normalen" Kameras ohne Zoom bis zum 3-fachen Zoom
  • Kompaktkameras von 3- bis zum 7fachen Zoom, darunter recht kleine Exemplare oder im Format der klassischen Sucherkamera
  • Designerkameras meist mit keinem oder maximal 5fachen Zoom
  • die Superzoomkameras mit 10- bis 20-fachen Zoom
  • die Spiegelreflexkameras

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15.08.2008, 16:46

Das leidige Geld

Handykameras bekommt man quasi "umsonst" mit dem Handy. Da sie bisher noch keine ausreichende Qualität (ausser für Schnappschüsse) liefern, obwohl es jetzt schon Handy mit 5 Megapixel gibt, lasse ich sie im Folgenden weg

Die "normalen" Kameras bekommt man so ab 70 bis 350 EUR, wobei der Preis in der Regel steigt, je kleiner die Kamera ist. Für das Design ist noch einmal ein - oft ungewöhnlich - hoher Preisaufschlag fällig ist.

Superzoom-Kameras kosten so zwischen 300 und 600 EUR, je nach Ausstattung.

Spiegelreflexkameras beginnen so ca. ab 500 bis 2000 EUR für den Body (also ohne Objektiv) - häufig gibt es Kamera-Objektiv-Kits zu relativ günstigen Preisen, in vielen Fällen sind die Objektive aber nicht die Besten. Rechnet man zwei gute Objektive zusätzlich mit ein, muss man in etwa nochmal den Kamerapreis drauflegen.

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15.08.2008, 16:47

Megapixel

Wieviel Megapixel braucht der Mensch, sprich Fotograf? Ich würde sagen, nicht so viel, wie einem die Hersteller andrehen wollen. Das ist so wie mit dem 580-PS-Auto, mit dem man auf unseren Strassen zwar fahren kann, aber das geht mit einem 100-PS-Auto auch - es sei denn, man will unbedarfte Mädchen aufreissen :keeporder: .

Für denjenigen, der seine Fotos am Normalbildschirm anschaut und in Normalformat ausdruckt bzw. machen läßt, reicht im Prinzip eine 6-Megapixel-Kamera. Mehr Pixel braucht man in der Regel nur, wenn man Bilder in einem größeren Format als DIN A4 oder als Poster benötigt. Allerdings sind momentan leider so um die 10 Megapixel bei den Kameras fast Standard - viel Megapixel verkauft sich anscheinend gut.

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15.08.2008, 16:48

Sensor

Die immer höheren Pixelzahlen führen aber immer zu noch kleineren Sensorgrößen und damit zu immer weiter sinkender Lichtempfindlichkeit (je größer ein Sensor, desteo lichtempfindlicher ist er), was zu immer höheren Grundrauschen führt. Natürlich werden die Sensoren besser, aber größere Entwicklungsschritte hat es in den letzten Jahren hier nicht gegeben, so dass das Grundrauschen nicht durch Hardware, sondern nur durch Software unterdrückt wird. Vergleichbar ist das mit einem Kassettentonbandgerät, das zu leise aufnimmt. Ich kann dann natürlich die Lautstärke bis zum Anschlag aufdrehen, aber dann rauscht es halt mehr.

Heute haben 10-MP-Kompaktkameras Sensoren (CCDs) mit ca. 1/2,3" Diagonale, 8-MP-Kameras mit 1/2,5". Demnächst sollen noch kleinere kameras mit 8-MP-CCDs mit 1/3,0" Diagonale herauskommen (Canon A450/A460).

In der Regel wird ds Rauschend durch Software eliminiert, was entweder zu einer sehr körnigen Darstellung führt (wenn das besonders sichtbare Farbrauschen beseitigt wird) oder es wird "geglättet", was alle Bilddetails nivilliert und vernichtet. Die meisten der 10-MP-Kameras und höher liefern daher selbst bei bestem Licht und bei ISO 100 keine ausreichenden Details mehr, da hier bereits softwaremäßig "entrauscht" wird. In vielen Kameras ist bereits ab ISO 200 eine deutliche Verschlechterung der Bildqualität zu bemerken (gut, wenn man die ISO-Automatik abstellen kann, was noch immer nicht selbstverständlich ist).

Anders bei den 6-MP-Kompaktkameras und besonders bei den Spiegelreflexkameras. Die Sony Cypersho DSC-W300 hat ein 1/1,7" CCD (die Sensorfläche ist daher mehr als doppelt so gross wie bei den 8-MP-Kameras). Die Spiegelreflexkamera der Nikon D60 hat z. B. im Vergleich zur Fujifilm S81000fd eine mehr als zehnmal so große Sensorfläche (beide bei 10 Megapixel). Prinzipiell sind bei Spiegelreflexkameras die Bildaufnehmer wesentlich größer als bei den Superzoomkameras: dies führt auch bei hohen ISO-Stufen zu recht sauberen und detailreichen Bildern.

Superzoom-Kameras haben bei 8- bis 12 Megapixel Auflösung hingegen kleine 1/2,5" oder 1/2,3"-CCDs und leiden unter dem gleichen Problem wie die Kompaktkameras. Der große Zoombereich bringt es allerdings mit sich mit, dass die vorhandenen Objektive meist recht lichtschwach sind (bei großen Zoom und diesigen Wetter ist ein Stativ meist nötig).

Hinzu kommt, dass viele Kameras mit riesigen Sensorzahlen werben, diese Leistungen aber nicht erreichen. Die Sony DSC-W300 mit 13.6 Mio. Pixel löst effektiv nur 10 MP aus, die Sony DSC-T300 mit 10,10 Mio. Pixel liegt effektiv auf 8 MP-Ebene. Andere wie die Nikon Coolpix 5600 lösen die versprichen 10 MP jedoch auch aus.

Wer auf höchste Qualität beim Rauschen (d.h. beim Nicht-Rauschen) Wert legt, kommt um eine Spiegelreflexkamera nicht herum, legt aber dafür eine Menge mehr Geld hin und trägt sich natürlich auch einige Kilogramm schwerer.

Entwarnung:
bei Fotos in den Standardgrößen 9x13, 10x15, 11x18, 13x18 sind allerdings noch keine großen Unterschiede bemerkbar, es sei denn, man verwendet Ausschnitte aus den Fotos oder betrachtet sie am Bildschirm in voller Größe.

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15.08.2008, 16:49

Gerätegrösse

Kompaktkameras gibt es in sehr taschenfreundlicher Form, z.B. ist die Casio Exilim-EX-S10 nur 15 mm dick (hat aber wegen der 19-MP-CCD und der kleinen Sensorgröße eine recht schlechte Schärfeleistung).

Einige Superzoomkameras wurden in der Regel in den letzten Jahren immer kleiner. Die Panasonic LMC-15 mit 12er Zoom passt durchaus in eine - grosse - Hosentasche, sieht allerdings nicht sehr kleidsam aus. Die Panasonic Lumix DMC-TZ4 mit 10er Zoom passt in eine Jackentasche ohne groß aufzufallen.

Spiegelreflexkameras werden zwar auch kleiner, sind aber mit Zubehör doch recht üppig und tragen doch etwas mehr auf.

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15.08.2008, 16:49

Zoom

Wer auf einen größeren Zoomfaktor Wert legt, sollte prinzipiell IMMER nur die Werte für den optischen Zoom betrachten. Ein digitaler Zoom vergrößert nur durch Interpolation das Bild, d.h. er "bläst" es größer auf, ds Bild wird deutlich unschärfer. Dies geht am PC mit eine Bildbearbeitungsprogramm qualitativ sehr viel besser.

Wer sehr kleine Kameras mit Zoom sucht, sollte darauf achten, dass ein quer liegendes Periskopzoom verwendet wird (dadurch fährt die Linse vorne nicht aus): die ist z.B. bei der Sony Cyper-Shot DSC-T300 (mit 5fach Zoom) oder der Olympus 1030 oder der Samsung Digimax i8 der Fall.

Bei Kompaktkameras gibt es Weitwinkel ab 28 mmm in der Regel nur bei Kameras bis 3-fach Zoom. Meist starten sie bei 35 bis 38 mm. Superzoomkameras gibt es durchaus schon mit Weitwinkelfunktionen (z:B. die Fujifilm Finepix S8100fd mit 10 MP, 18er Zoom ab 27 mm, die Olympus SP-570UZ mit 20er Zoom ab 26 mm).

Spiegelreflexkameras haben per se ja kein Objektiv oder keinen Zoom. Sie sind in Bezug auf die Wechselobjektive sehr flexibel (und teuer). Bei Kamera-Objektiv-Kits ist in der Regel nur ein Objektiv mit3- bis 4fach Zoom dabei.

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15.08.2008, 16:49

Antishake

Viele der kleinen Kampaktkameras kommen ohne Bildstabilisierungsmethoden aus, obwohl es für ausgewachsene Männerhände häufig sehr schwierig ist, solch kleine Kameras ohne zu wackeln zu halten. Dies ist bei größeren Kameras häufig einfacher.

Fast alle Superzoom-Kameras haben aber eingebaute optische Bildstabilisierer - eine Superzoomkamera ohne Bildstabilisierungsfunktionen sollte heute nicht mehr gekauft werden. Aber die Bildstabilisierer können natürlich auch nicht zaubern - in vielen Fällen braucht man dann ein Stativ (ein kleines, auf 25 cm ausfahrbares für 10 EUR und mit 100 gr Gewicht tuts zu Not auch)

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15.08.2008, 16:50

Scharfstellung

Neuere Kameras bringen eine automatische Gesichtserkennung (oder gar Gesichtswiedererkennung) mit: dabei wird automatisch ein Gesicht erkannt und auf dieses Gesicht scharfgestellt. Solch ein Faeture ist wahrscheinlich durchaus für Anfänger sinnvoll, ein durchschnittlicher Fotograf wird so etwas nicht brauchen oder verwenden. Interessanter ist vielleicht die Funktion eines automatischen Aufhellblitzes, wenn ein Gesicht zu sehr im Dunkeln liegt - geht aber auch manuell. Ähnlich wenig sinnvoll erscheint mir die neue "smile-detection"-Funktion, die auf ein Lächeln scharfstellt und erst auslöst, wenn ein Lächeln zu erkennen ist (bei den neuen Sony-Kameras funktioniert das nach Berichten gar nicht oder nicht so doll).

Wichtiger ist da schon die Zeit, wie lange ein Zoom zum Ausfahren und zum Scharfstellen benötigt. Hier gibt es einige fürchterliche Schnecken (wenn man dann noch eine Kamera erst einschalten muss, ist das Motiv wahrscheinlich schon lange weg - apropos Einschalten: dies dauert bei einigen Kompakt- und Superzoomkameras realtiv lange, während Spiegelreflexkameras in der Regel sofort einsatzbereit sind). Auf die Angaben der Hersteller kann man sich da nicht sonderlich verlassen, da hier immer nur der beste Wert angegeben wird (was nützt eine blitzschnelle Scharfstellung, wenn das Zoom vor sich hin schläft). Bei einigen Superzoomkameras dauert das Scharfstellen am Teleende häufig sehr lange - manchmal klappt es gar nicht und der Autofokus pumpt.... Schnelle Fokuszeiten am Zoomende haben hier die Modelle von Panasonic DMC-FZ4 und Canon SX100IS, während die Olympus SP-570UZ bei schlechtem Licht oft bis zu 4 Sekunden braucht.

Insgesamt kann auch die Zoomgeschwindigkeit bei Superzoomkameras sehr unterschiedlich sein. Die Kodak Z8612IS - mein Gott, warum haben die immer so blöde Namen und Nummern in ihren Bezeichnungen :diablo: ..... ist tödlich langsam, während die Panasonic DMC-FZ4 zwei Zoomgeschwindigkeiten hat. Die Olympus SP-570 UZ hat einen manuellen Zoomring - eigentlich positiv, aber die manuelle Einstellung funktioniert nach Berichten überhaupt nicht, das Zoom springt völlig unberechenbar. Wichtig ist auch die Genauigkeit, mit der man den Zom einstellen kann: Mehrere Kameras haben bei einem 12er Zoom 18, die Canon SX100IS nur 23 - beides eindeutig zu wenig -, die Sony Cybershot DSC-H50 hingegen 100 Zoomstufen (je mehr Zoomstufen, umso genauer kann man das Zoom einstellen)

Spiegelreflexkameras spielen bei der Scharfstellung in ganz anderen Sphären: speziell mit Ultraschallmotoren in den Objektiven schlagen sie jede andere Kameraart in der Geschwindigkeit und Genauigkeit.

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15.08.2008, 16:50

Ausstattung

Kompakt und Superzoomkamera besitzen in der Regel alle einen eingebauten Blitz. Die Funktion, einen externen Blitz zu verwenden - wie bei den Spiegelrelfexkameras - fehlt. Bei billigeren Kameraexemplaren fehlt sogar die Möglichkeit, ein Stativ anzuschrauben.

Wie viele Spezialprogramme eine Kamera eingebaut haben soll, muss jeder für sich selber entscheiden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sie meist gar nicht verwendet. Wichtig sind m.E. eine Automatik, eine manuelle Einstellung der Blende, eine manuelle Einstellung der Belichtungszeit, Ausschalten jeder Automatik, eine Möglichkeit zur einfachen Belichtungskorrektur um ein/zwei Stufen.

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15.08.2008, 16:51

Serienbilder

Auf die Angaben der Hersteller bei der Serienfunktion sollte man sich nicht verlassen. Meist wird nur angegeben, wieviel Bilder pro Sekunde geschossen werden können, aber nicht für wie lange.

Bei den Kompaktkameras schafft die Sony DSC-W300 sehr flotte 1,9 Bilder pro Sekunde (fps) bis die Speicherkarte voll ist, die Cyber-Shot T300 schaft 1,7 fps, aber nur für zehn Aufnahmen, mehr gehen nicht. Die Panasonic DMC-LZ10 schafft sehr schnelle 2,3 fps, aber nur insgesamt 3 Stück.

Superzoomkameras kommen im besten Fall auf 3 fps (Fujifilm DinePix S100FS), aber nur für sieben Aufnahmen, die Panasonic DMC-LZ10 schafft ebenfalls 3 fps über vier Bilder hinweg. Andere schaffen zwischen 1,3 bis 1,9 fps. Die Fujifilm S8100fd schafft hingegen nicht einmal ein Bild pro Sekunde. Bei Spiegelreflexkameras gibt es diese Beschränkungen nicht (oder nicht in dem Maß).

Bei Kompakt- und Superzoomkameras sollte man die Idee, Serienbilder mit Blitz zu machen, einfach vergessen - das funktioniert nicht.

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15.08.2008, 16:51

Multimedia

Video-Aufnahmen in den Kameras kann man in der Regel vergessen. Fast keine schafft mehr als 800x600 Pixel (bei einer größeren Auflösung fällt in Europa ein 14%iger Strafzoll an - vermutlich ist das der Grund, dass sich hier seit Jahren keine Verbesserung zeigt). Der Videoton ist in der Regel auch recht schlecht.

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15.08.2008, 16:51

Display

Momentan aktuell sind Displays mit 2,5" oder 2,7" ( " bedeutet Zoll). Ideall sind 2,5"-Displays mit 230.000 bis 250.000 Pixel. Viele Kameras mit 3"-Display zeigen auch nur 230.000 Pixel - dadurch wird die Anzeige nur sehr pixelig und unscharf, ein deutlicher Rückschritt gegenüber 2.5"-Displays. 3"-Display brauchen eine wesentlich höhere Schärfe als 250.000 Pixel (etwa 330.000 oder 350.000 Pixel).

Einige Kompaktkameras unterbieten dies noch deutlich: die Powershot A590 IS zeigt 115.000 Pixel auf einem 2,5" Display - unbrauchbar. Die Superzoomkamera Canon SX 100IS hat bei einem 2.5"-Display eine Auflösung von 172.00 Pixel - ähnlich unscharf.

Ich persönlich halte schwenkbare Displays für sehr nützlich, leider wird ein solches nicht mehr sehr häufig eingebaut - die heute üblichen, besseren Displays, die auch aus ungünstigen Blickwinkeln anzeigen, sind dafür kein Ersatz.

Sinnvoll ist auf jeden Fall ein optischer Sucher, da Displays im Sonnenlicht oft so spiegeln, dass man nichts mehr erkennt. Allerdings werden die momentan fast überall eingespart.

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15.08.2008, 16:52

Bedienung

Gerade bei kleineren Kameras, aber auch bei Spiegelreflexkameras geht die Tendenz dahin, möglichst viele Knöpfe abzubauen und die Funktionen in das Programmmenu aufzunehmen. Dies ist meist recht unangenehm und zeitaufwändig - für Schnappschüsse unbrauchbar. Viele Billigkameras zeichnen sich dadurch aus, dass Knöpfe und Software durch Sondertasten mit unzähligen Funktionen belegt sind - meist ohne Komnzept und nicht zu merken. Bei den Ultrakleinen Designermodellen sind die Bedienfunktionen oft so klein, dass sie für normale Männerhände nicht mehr komfortabel zu bedienen sind.

Man sollte auch darauf achten, dass Funktionstasten auf leichten Druck funktionieren (bei Canons A590 IS muss man z. B: Drücken wie ein Ochse). Funtionsräder müssen leichtgängig und die Positonen genau zu dosieren sein (bei Canons IXUS 90 IS ist das Rad so flach, dass höchsten kleinste Frauenhände genau dosieren können).

Unsinnig sind Touchscreen-Funktionen, wie sie Sony bietet. Klingt recht gut, die Kamera durch das Berühren des Displays zu steuern - aber nach 20 mal Berühren glänzt das Display vor Fingerabdrücken. Ausserdem muss jede Aktion mehrmals wie bei Windows Vista bestätigt werden. In anderen Fällen lösen unabsichtliche Berührungen des Displays irgendwelche ungewollten Funktionen aus. Ausserdem machen die großen Display es schwierig, die Kamera sinnvoll und ohne zu Wackeln zu halten, da wenig Platz für die Finger verbleibt - und aufgrund der meist größeren Displays reichen die Akku-Ladungen nicht sehr weit (das Display verbraucht in der Regel den meisten Strom)

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15.08.2008, 16:52

Speicherkarten

Standard bei den Speicherkarten ist momentan die SD-Card. Eine Kamera mit MMC-, CF oder SD/xD-Card würtde ich heute nicht mehr kaufen, da es sich hier um Auslauftechnologie handelt. Sonys Memory-Stick wird nur von Sony eingesetzt und ist daher recht teuer.

Bei SD-Card sollte man berücksichtigen, dass sie ursprünglich nur bis 2 GByte spezifiert wurden und größere Karten in vielen Computern und Kameras Schwierigkeiten machen. Besser ist es mehrere 1 GByte-karten zu kaufen (ist auch nicht so ärgerlich, wenn man mal eine verliert).

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15

15.08.2008, 16:54

Akkus

Idealerweise sollte man eine Kamera mit aufladbaren Lilon-Akkus oder Batterien (Mignonzellen) füttern können. Dies ist aber selten der Fall, da sich anscheinend die Firmen mit den speziellen Akkus gesundstossen - ein Ersatzakku kosten häufig zwischen 50 und 90 EUR.

Sollte jemand Fremdakkus kaufen, würde ich unbedingt zu Markenakkus raten - irgendwelche billigsten chinesischen Fabrikate haben sich in den letzten Jahren nicht unbedingt als sicher erwiesen.

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16

15.08.2008, 16:54

Software

Die beigelegte Software sollte in der Regel nie den Ausschlag geben. Prinzipiell braucht man keine eigen Software, die Bilder kann man auch manuell von der Kamera auf den Computer kopieren. Ich habe die Programme meine Canon und Panasonic installiert, angeschaut und gelöscht.

Funktional bessere Software gibt es bei Bildbearbeitung, Archivierung, Bildverwaltung im Open-Source- oder Freeware-Bereich wie Sand am Meer. An Kaufsoftware wie Photoshop kommen die Beigaben sowie so nicht heran (wer was Ähnliches kostenlos braucht, sollte sich mal Gimp anschauen)

Ausnahme mögen Kameras sein, die in speziellen RAW-Formate abspeichern, die nur mit Software des Herstellers bearbeitet werden können.


So das wars fürs Erste

Driver

17

15.08.2008, 17:21

Welche Kamera

Mann, Driver,
Du hast Dir aber eine Mords-Arbeit gemacht.
Aber den wichtigsten Punkt hast Du vergessen:
Wie stelle ich mein Motiv gut dar!!

Ein Bild sollte immer eine gewisse Aussage rüberbringen.

Alles andere ist doch nur knipsen.

Auch sollte man auf die Qualität der Aufnahmen achten.
Pixelige, schiefe, unscharfe, nichtsagende Motive gehören sofort ins Daten-Nirwana!!

Bildschnitt ist die erste Fotografen-Pflicht!!

Da hilft auch die beste Kamera überhaupt nichts!!.

Für die Reise-Fotografie reicht m.E. eine gute kleine Kompaktkamera, die nicht behindert.
Für höhere Ansprüche, kommt man an einer Spiegereflexkamera nicht vorbei.

Ich bleibe bei meinem Kompakt-Format.
Ich bin früher rumgelaufen, wie einer vom Bayerischen Rundfunk. Mit analoger Spiegelfeflex- und Videokamera:-)
Heute mache ich unzählige Bilder und wähle dann die besten aus, was echt zeitintensiv ist!

Bei Deinen Ausführungen hast Du alle wichtigen Punkte richtig durchleuchtet.
Die Leute meinen, dass die Pixelanzahl entscheidend ist. Weit gefehlt!

Ich kann für Nachtaufnahmen sagen, dass die ideale Pixxelgröße 5 Megapixxel ist.
Da gibt es so gut wie kein Pixelrauschen, vorausgesetzt, man macht alles richtig.

Allerdings nehme ich mir dafür extra viel Zeit bei den Aufnahmen, die ich auf Stativ mit Selbstauslöser und bis zu 2-10 Bildfolgen mache.
Je nach Motiv u. Beleuchtung.
Entscheidend ist auch die Übung und das Studium des Handbuches, das natürlich richtig interpretiert werden sollte!

Etwas künstlerisches Einfühlungs-Vermögen kann aber auch nicht schaden.

Jedes Digi sollte mit einem BB.-Programm bearbeitet werden.

LG.
Werner

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18

15.08.2008, 17:32

Hallo Werner

ich wollte nur beschreiben, welche Kriterien für den Kamerakauf ausschlaggebend ist. Wie und was jemand fotografiert, ist eine ganz andere Geschichte. Dass ein gutes Bild nicht automatisch mit einer guten Kamera entsteht ist ja auch klar (sonst gäbe es keine guten Bilder, die vor 80 oder 90 Jahren gemacht wurden - und da gibt es einige fantatische).


Gruss
Driver

19

15.08.2008, 17:43

Welche Kamera

Hallo Driver.
Ich habe auch nur die gute Gelegenheit genutzt, mein Anliegen öffentlich zu machen:-)
LG.
Werner

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20

19.08.2008, 19:01

Welche Kamera

Hi driver,

wow, da hast du dir aber Arbeit gemacht. A)d Da raucht mir ja richtig der Kopf :;)

Ist natürlich wichtig, vor einem Kamerakauf genau abzustecken, was man braucht.

Liebe Grüße Monika/mokuha 00000011
Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet.

J.W.Goethe