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  • »Thomas Gottweis« ist der Autor dieses Themas

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1

12.05.2015, 22:35

Filter? Brauche ich das?

Mich würde interessieren, welche Filter Ihr benutzt. Verwendet jemand von Euch Grauverlaufsfilter oder farbige Filter?

Bis vor wenigen Jahren habe ich bis auf Skylight- oder ähnliche Filter, die ich rein als mechanischen Schutz verwendete, sämtliche Filter abgelehnt.
Polfilter machten mir die Bilder zu poppig und mit Graufiltern konnte ich nichts anfangen. Warum sollte ich mir einen Filter vor das Objektiv schrauben, der das Objektiv lichtschwächer machte?

Inzwischen habe ich mich weiter entwickelt und benutze genau diese beiden Arten von Filter. Ich habe die Möglichkeiten, die ein starker Graufilter bietet, zu schätzen gelernt und habe erkannt, dass man mit dem Polfilter Sachen machen kann, die in der Rohdatenverarbeitung nicht möglich sind. Inzwischen nutze ich auch keine Skylightfilter mehr, sondern klare, farblose Filter, die an der Farbtemperatur nichts ändern.

Meines Erachtens braucht man heutzutage, in Zeiten eines großen Dynamikumfangs bei den modernen Sensoren und der Fotografie auf RAW keinen Grauverlaufsfilter mehr. Man kann beispielsweise den Himmel durch einen geeigneten (digitalen) Grauverlauf bestens abdunkeln um mehr Durchzeichnung zu bekommen. Wie seht Ihr das? Stimmt es, was ich sage?
Benutzt Ihr Farbfilter? Wenn ja, wie wendet Ihr diese denn an?

mercedes

unregistriert

2

13.05.2015, 09:12

Sinn und Zweck eines Filters

1. Als mechanischer Schutz der Frontlinse

Es ist kein Problem für ein Objektiv einen vierstelligen Betrag auf den Tisch zu legen und aus diesem Grund schütze ich die Frontlinse meiner Objektive mit einem Filter. Ich habe ein 14mm Objektiv bei dem dies bauartbedingt nicht geht und dies hat schon zwei ordentliche Macken in der Frontlinse. Sehr ärgerlich.

Die Verwendung von Skylight und UV-Filtern ist in Zeiten von RAW in meinen Augen ein an den Haaren herbei gezogenes Problem. Hinzu kommt, dass es in der Natur wohl kaum ein genormtes Licht gibt und sich die Farbtemperatur den ganzen Tag auch ständig ändert. Wer es da genau wissen möchte, sollte besser mit einer Graukarte durch die Gegend laufen. Dies wäre eh die bessere Lösung.

2. Als Gestaltungsmittel
Da dies Geschmacksache ist, finde ich, dass hier alles recht ist zu dem der Fotograf Lust hat.

3. Als Unterstützung bei Fotografieren - Ich verwende sowohl Polfilter hals auch ND Filter
Wenn ich mit dem Stativ fotografiere, dann empfinde ich diese Filter sinnvoll und hilfreich. Als Alternative bietet sich m.E. eine zweite Belichtung auf den Himmel an. Dies kann ich mit meiner Kamera problemlos einstellen und mache dann eine Serie mit zwei unterschiedlichen Belichtungen. Verlaufsfilter empfinde ich dabei als unpraktisch, da man ständig zwischen Hochformat und Querformat hin- und her springt.

Grundsätzlich halte ich es für besser, ein Bild richtig zu belichten. Ist der RGB-Wert bei 255-255-255, dann hilft auch kein PS mehr. Wo keine Zeichnung ist, da zaubert auch PS keine mehr hin. Umgekehrt (RGB 0-0-0) gilt dies natürlich ebenfalls.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »mercedes« (13.05.2015, 21:17)


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3

13.05.2015, 21:17

Nur so am Rande,
zumindest ND Filter nutze ich sehr gerne um mehr Kreativität in die Bilder zu bringen. Es ist doch einfach klasse den Tropfen eines Wasserfalles bei 1/4000 einzufrieren oder mit Stativ und 30 Sekunden Belichtungszeit einen herrlichen watteähnlichen Effekt für das Wasser zu erzielen. Beides erfordert Kreativität und Übung ;) und ist sehr schön. Oder einen Platz mit Hilfe eines ND Filters einfach von Menschen zu "säubern" ohne Stempelwerkzeug. Oder oder oder .. Das macht es doch gerade aus.
Mehr möchte ich hier garnicht erwähnen :)


Viel Spass und Kreativität mit zumindest einigen Filtern

Wolfgang

mercedes

unregistriert

4

13.05.2015, 21:20

Pro Filter

Ich möchte mich Wolfgang ausdrücklich anschließen.

  • »Thomas Gottweis« ist der Autor dieses Themas

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5

14.05.2015, 10:58

Hallo und vielen Dank für Eure Anmerkungen, die mir aus dem Herzen sprechen ... wie haltet Ihr es aber mit Grauverlaufsfiltern und farbigen Filtern? Kommen diese bei Euch zum Einsatz oder macht Ihr diese Art der Korrektur überhaupt nicht oder in der Rohdatenbearbeitung?

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6

15.05.2015, 23:14

Hallo, meine Einstellung zu Filtern:

1. UV, Skýlight, sowie alle "nur Glas" bringen nur dem Hersteller und Handel was. Eine Frontlinse schütze ich besser durch eine Streulichtblende und den Objektivdeckel. Jedes Stück Glas vor der Linse verschlechtert die eingenschafen des Objektives oder es entstehen unschöne Reflexionen. Einzig bei extremen Situationen (Sandbahnrennen, Motorcross usw,) kann man die Frontlinse schützen da oft Steine durch die Gegend fliegen. Überall da wo ich auch eine Schutzbrille trage.

2. ND ist klar um einfach die Belichtungszeiten zu verlängern.

3. Grauverlauf, hier halte ich einschiebe Filter für besser da die helleren Bereiche nicht unbedingt in der Mitte des Bildes aufhören. Auch bei heutigen sehr guten Kontrastverhältnis der Kameras macht es Sinn sonst muss man die Schattenbereich doch sehr weit erhöhen. (Was dann dort auch Rauschen verursachen kann)

4. Polfilter ist auch ein Filter das ich häufig benutze um Spiegelungen zu reduzieren oder auch zu verstärken. Weiter sehr hilfreich bei trüber Luft.

5. Farbfilter machen nur Sinn auf einem Blitz um die Farbtemperatur des Blitzes an das Umgebungslicht an zu gleichen. (Mischlichtsituation) Auf der Kamera machen sie heute keinen Sinn mehr, geht alles viel einfacher in der Bearbeitung.

6. Was gibt es noch? So Sternengitter und Effektfilter. Auch diese lassen sich in der Bearbeitung besser machen.

Gruß Udo
Gruß Udo

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Filter, Technik