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1

25.01.2013, 15:04

Geschichten zur Analog-Fotografie

Hallo zusammen,
der gute Roger hat mich auf eine Idee gebracht: fast alle von uns haben ja mit der Analog-Fotografie angefangen und können sich sicherlich noch an so manch eine Geschichte erinnern, vor allem wie kompliziert und umständlich vieles doch war, damals. ;)
Ist ja alles noch nicht soooooo lange her. :rolleyes:
Also, sofern Ihr eine interessante, lustige oder dramatische Story zum Thema Analog-Fotografie auf der Pfanne habt, immer her damit. :idee:
Ich starte mal mit meiner Lieblingsstory. 0000010
Gruß,
Admin/Eric :thankyou:

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2

25.01.2013, 15:28

"Filmriss"

Meine Geschichte hat sich mitte der 80iger zugetragen, auf meiner ersten USA-Rundreise, von SF über den Yosemite-NP, Death-Valley, Las-Vegas, Zion, Bryce, Lake-Powell, Monument-Valley...viel zuviel für "nur" drei Wochen. :kopf_kratz: ;)
Nach etwa einer Woche, mitten im Yosemite-NP, ich hatte einen der wunderbaren Kodak 200 ASA-Filme im Kasten mit 36 Bildern, und schieße das 36. Bild, spanne den Hebel, in der Erwartung er wird blockieren...tut er aber nicht. :kopf_kratz:
Keine Panik, das man mit solch einem Film manchmal sogar 37 Aufnahmen machen konnte, war keine Seltenheit.
Also, losgeknipst....und erneut den Transporthebel gespannt....und siehe da, er ließ sich wieder komplett durchziehen. :huh:
38 Aufnahmen, mit einem 36iger Film? :kopf_kratz: Sollte das tatsächlich möglich sein, oder droht hier ein Drama? :S
Wieder auslösen....und Hebel spannen....läßt sich durchziehen, Zähler zeigt 39 :!:
OK, es hilft nichts, Kameradeckel entriegeln, vorsichtig öffnen....FILM WAR ÜBERHAUPT NICHT EINGEFÄDELT, NICHT EINE AUFNAHME IM KASTEN!!! :cursing: ?( :wacko:
Der blanke Horror!
Sofort kamen mir natürlich all die Motive in Erinnerung, die ich eigentlich im Kasten haben wollte: die Golden-Gate-Bridge, die Mamutbäume etc.
Naja, ums kurz zu machen, mit meiner Partnerin hatte ich dann noch eine heftige Auseinandersetzung, Sie wollte nämlich keinen KM zurückfahren und kam mit dem überzeugenden Argument: " Wir hätten die Bilder doch immerhin IM HERZEN!!" ;( ?( :D
Tja, was soll man da noch sagen, Sie hatte ja (eigentlich) Recht... ;) :fotograf:

3

25.01.2013, 16:40

„Is' ja noch genug drin!“

Sagt meine Frau. Gut, ich glaube ihr, weil ich zu faul bin, am Campingplatz in Granada die Kamera aus dem Tankrucksack zu holen und nachzuschauen, ob dem auch wirklich so ist.

Nach 54 km ist endlich der Mulhacén – mit 3.400 m der höchstgelegene Straßenpunkt Europas – erreicht. Zwei Bilder von der bizarren Umgebung und dann natürlich noch das „Gipfelfoto“ mit Selbstauslöser. Kamera auf die Sitzbank, Auslöser drücken, Grinsen ins Gesicht und – nix! Film aus, fertig, keine Reserve mit! Caramba! Ich hab' allerdings eine andere Wortwahl getroffen. :cursing:

Es ging ja nicht nur um dieses eine Foto, es fehlt das Bild vom Gipfel, es fehlen Aufnahmen von unterwegs beim Runterfahren (traumhaftes Panorama Granadas) und überghaupt und sowieso ... :cursing:

Natürlich kann sowas auch bei Digitalkameras passieren, wenn die Speicherkarte voll ist. Aber hier habe ich die Möglichkeit, Bilder zu löschen, die nicht so wichtig sind. Es kann auch passieren, dass die Batterien leer sind. Doch der „Profi“ hat immer Ersatz dabei. 8o

Nochmals rauf und runter? Nein, da haben wir noch anderes zu besuchen – die Alhambra zum Beispiel. Und da nehme ich sicherlich genügend Filme mit! 8o

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rogermerten« (25.01.2013, 17:39)


4

27.01.2013, 09:22

Ordnung muss sein!

Wer kennt das nicht? Haufenweise mehr oder weniger alte Fotos in Schuhkartons, Keksdosen, in Alben geklebt oder gesteckt. Alben, die teilweise beschriftete Bilder zeigen; leere Seiten bzw. Flächen nur mit Beschriftung, weil irgendwer aus der Familie oder dem Freundeskreis sich ein oder mehrere Bilder ausgeliehen hat (mit der Versicherung, sie umgehend nach dem Kopieren wieder zurückzugeben); lose Fotos, die einfach nur zwischen den Albenseiten geparkt sind ... und die vielen Dia-Positive von vergangenen Urlauben (lose und gerahmt)! Kurz um: nicht wirklich übersichtliche Aufbewahrung von familiären, persönlichen Artefakten, Erinnerungen, Zeitdokumenten! Und dann auch noch der Platzbedarf in irgendeinem Kastel oder Schrank ...!
Daran hat auch die digitale Fotografie nicht allzu viel geändert. Vielmehr ist noch ein weiterer „Chaos-Bereich“ hinzugekommen: der Komputta!
Eine Patentlösung habe ich natürlich auch nicht bereit. Mein Zugang zu diesen Problemchen war zunächst die Anschaffung eines Scanners, der sowohl Auflicht- als auch Durchlicht-Vorlagen mit höchstmöglicher Qualität verarbeiten kann (für Durchlichtvorlagen sollte die optische Auflösung min. 4000 dpi betragen!). Bei der Auflagenfläche beließ ich es bei A4 bzw. Letter.
Als nächsten Schritt befasste ich mich mit der Sichtung meiner „Schätze“. Themenbezogene Zusammenstellung aller Papier- bzw. Durchlichtfotos war Pflicht! Ebenso wie das rigorose Aussortieren beschädigter bzw. irreparabler Aufnahmen (Ausnahmen bestätigen auch hier natürlich die Regel), wobei auch Dubletten den Weg in den Mülleimer (Mistkübel heißt das bei uns) fanden. Eine gute Lupe für Auflichtbilder sowie ein guter Diabetrachter sind hier ganz wichtige Arbeitsgeräte.
Nachdem dieser Arbeitsschritt erledigt war, legte ich fest, was mit den Erinnerungsstücken in Zukunft zu machen sein wird. Und da kommen eigentlich nur zwei Produkte zur Anwendung: Themenbezogene CDs oder DVDs [selber brennen oder brennen lassen (z. B. im Fotofachhandel, Fotolabore, Drogerieketten etc.)] UND Erstellen eines Fotobuches via eines x-beliebigen Anbieters (wie etwa CEWE). Gespeichert sind all diese Daten noch zusätzlich auf einer externen Speicherplatte. Alle Dokumente tragen den Themennamen und das Datum der Aufnahme – so bekannt. Besonders attraktiv in Zusammenhang mit dem Erstellen der Familien-Alben gestaltete sich die Recherche nach weiteren Aufnahmen (bzw. deren Erstellungsdatum) von Familienmitgliedern zusätzlich zu meinen Vorräten. Konnte ich doch Kontakte, die schon für längere Zeit „eingeschlafen“ sind, zu Familienmitgliedern wieder auffrischen!
Als letzten Schritt legte ich den Zeitplan und die Umsetzung meiner Vorhaben fest. Freilich musste ich mich gelegentlich zur Einhaltung des Zeitplanes zwingen, aber es zahlte sich aus! Und nicht verzweifeln, wenn erst nach dem Scan eines Dias die Einflüsse der Zeit und (oft leider auch unsachgemäße) Lagerung sichtbar werden, Kratzer wie ein „Stich ins Herz“ wirken (winzige Staubpartikel, Kratzer oder Flusen werden natürlich durch den Vergrößerungsfaktor zu Riesen). Erst einmal alle Vorlagen scannen und später dann, bei Bedarf nachbearbeiten. Diese Reihenfolge verhindert frühzeitigen Frust!
Zum Abschluss noch ein Aspekt: Fotobücher können ohne Einschränkung im Bücherregal zur Schau gestellt werden! Ganz im Gegenteil zu „anonymen“ Alben(rücken). Ja, die Fotobücher brauchen auch Platz, aber bei weitem weniger als das vorangegangene Chaos der Schachteln, Dia-Boxen, Alben etc.

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Analog-Fotografie