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mercedes

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1

21.10.2014, 18:36

Megapixel und Objektive

In der aktuellen Ausgabe der Docma (Ausgabe 61) ist es schönes Editorial enthalten, dass sich in der Retrospektive mit der Photokina und den Neuheiten befasst.

Als eine Essenz kann man festhalten, das selbst die allerbesten Objektive nicht an die Leistungsfähigkeit sehr hoch auflösender Vollformatsensoren heran kommen und die Grenze so im Bereich von 24MP liegt. Dies liegt daran, das die Bildpunkte die diese Objektive erzeugen können bei etwa 6 Mikrometern liegt. Die Pixelgröße bei einer D810 liegt bei etwas unter 5 Mikrometern. D.h., es gibt zwar eine Steigerung der Auflösung, aber keine Steigerung der Qualität mehr. Dies bedeutet auch, dass Kameras mit kleineren Sensoren und Spitzenobjektiven dann noch weniger Pixel auf die Straße bringen - so etwa 9MP. Oder, Pixelmonster mit "Billigobjektiv" ist wie ein Ferrari mit Goggomotor.

Wer wirklich mehr Qualität benötigt, der muss dann zu einer Mittelformatkamera greifen und die kosten ca. das 20-fache einer D810.

Für mich persönlich wieder einmal die Bestätigung, wie wichtig die Güte der Objektive ist die verwendet werden. Darüber hinaus halten diese in der Regel auch länger als die Kamera.

Für mich bedeutet dies, dass ich mir als nächstes eine gebrauchte D3X zulegen werde. Die kann ich dann im Notfall auch als Hammer verwenden.

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2

23.10.2014, 18:10

hallo,
Ich kapiere da etwas nicht:
Du schreibst, dass selbst gute Objektive nicht mehr die Auflösung bringen, die ein hochauflösender Sensor aufzeichnen kann.

Warum sollte dann die Mittelformatkamera (mit noch höherer Sensorauflösung) bessere Qualität bringen, obwohl die Objektive mit eine D810 schon überfordert sind.
Hab ich da einen Denkfehler?

Gruß
Frank

mercedes

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3

23.10.2014, 19:24

Mittelformatkamera

Hallo Frank,

angenommen ein Objektiv schafft es 1.000 Pixel pro Zoll aufzulösen - ich glaube es wird in Linien pro Zoll gerechnet (LPI), dann kann das Objektiv auf einem 1 Zoll Sensor eben genau diese 1.000 Linien abbilden. Hat der Sensor zwei Zoll, dann sind es eben 2.000 Linien usw. Von daher braucht es eben Fläche und nicht Dichte. Oder anders herum, wenn eine Linie (LPI) auf drei Pixeln abgebildet werden, weil auf diesen 1/1000 Zoll eben drei Sensorpixel liegen, kommt auch nicht mehr Information auf den Sensor. Sie wird nur anders verteilt.

Das Dumme ist nur, dass eine Mittelformatkamera locker das Equivalent eines Mittelklasse-Wagen darstellt, die Portabilität arg zu wünschen übrig lässt, selbst kurze Brennweiten vergleichsweise groß und schwer sind und z.B. die Serienbildraten auf dem Niveau eine Ritsch-Ratsch-Klick liegen.

Ich habe dies hier geschrieben, da ich mich selbst einmal wieder an die Wichtigkeit eines guten Objektives erinnert gefühlt habe und beim nächsten Anfall von Kaufrausch vielleicht die Vernunft eine tragendere Rolle spielt.

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24.10.2014, 23:06

vollkommen richtig, aber alles Theorie. Nehmen wir mal an ein Sensor ist genau auf die Auflösung des Objektives abgestimmt, du fotografierst jetzt Linien die auch genau Breite der Auflösung haben,dann hast du das Optimum bei horizontalen und vertikalen Linien, nicht aber bei Diagonalen. Hier ist es dann doch besser wenn man in diese Linie mehr Pixel packen kann. (Andere Fehlerquellen ausgeschlossen)
Gruß Udo

admin

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25.10.2014, 09:06

Megapixel

Ich habe kürzlich auch gelesen, das 24 MP (momentan) das Ende der Fahnenstange bedeuten und die meisten Systeme überfordern.
Das Problem: es gibt leider immer noch Hersteller, die die Anzahl der MP als Marketing-Instrument benutzen,
weil halt viele (schlecht informierte) Kunden denken, mehr sei automatisch immer auch besser. :-)
Gruss,
Eric

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6

25.10.2014, 11:54

Interessantes Thema,
aus meiner Praxis möchte ich sagen, dass es halt auch immer darauf ankommt wann man fotografiert und was man mit einem Bild bezwecktt! Einem bei herrlichem Wetter mit einem "Handy" aufgenommenem Bild kann ich mit einer guten Kamera oftmals schwerlich eins draufsetzen. ( Pixel hin oder Pixel her ;)) Unsere APS-C Kameras erzeugten tolle Bilder mit denen man gut leben konnte!! (konnte!!) Der Crop Factor beim Zoom ermöglichte genauso wie das Makro fotografieren mit dem kleineren Sensor recht gute Ergebnisse. und das alles bei einem damals!! zufriedenstellenden jpg.
(Randunschärfen, Aberationen .... spelten eine Rolle, aber eher untergeordnet, da es gute Möglichkeiten des Software Ausgleiches gibt)

Nach System Umstellung auf Vollformat und ausschliesslicher Fotografie mit RAW nehme ich aber heute alle damit verbundenen Nachteile gerne in kauf.
Wie du sagst macht eben ein gut auflösendes Objektiv in Verbindung mit dem grossen Sensor dermassen Spass, vor allem auch in der nachträglichen Bildbearbeitung.
Ich möchte nur Nachtaufnahmen,Himmel, Portaits oder Panoramen nehmen. Da ist einfach richtig "Futter" vorhanden und auch nach der Bea habe ich ein knackiges Bild solange man nicht selber übertreibt ;)
Heute ärgert es mich richtig nicht auch schon bei APS-C zumindest in RAW fotografiert zu haben. Schon alleine wegen des nachträglichen Weissabgleiches. Da wäre auch damals schon mehr drin gewesen.
Und ob das jetzt 20, 24, oder 36 MP sind ist nicht so wichtig, wie der grosse dazugehörige Vollformat Sensor mit einem guten Objektiv!!
Es muss halt jeder für sich entscheiden, welchen Stellenwert für ihn die Fotografie hat und wo er sich fotografisch hinbewegt :) Das macht ja auch unheimlich Spass

Vielleicht am Rande noch
Es ärgert mich mich heute schon ein bisschen, nicht schon früher in Qualität investiert zu haben. Da wäre so mancher Urlaub auch im nachhinen einmaliger
Gruß
Wolfgang

mercedes

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7

25.10.2014, 12:30

Hallo Udo, Eric und Wolfgang

Eigentlich will ich nur sagen, dass das Objektiv eine Rolle spielt, die gerne vergessen wird.

Was ich allerdings für ganz interessant halte, ist die Tatsache, dass der Tiefpassfilter immer mehr verschiwndet. Dies wird in der Zukunft sicherlich dazu führen, dass man weniger mit der Schärfe nachhelfen muss.

Eric: Die 24MP beziehen sich auf das Vollformat. Ist der Sensor kleiner, dann sind es auch weniger MP.

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8

25.10.2014, 15:38

noch etwas zu dem Thema,

habe mal nachgelesen was diese Lp /Bh ist. Das heißt LinienPaare / BildHöhe. Gemessen wird das durch das ab fotografieren des Siemenssterns. Dabei entspricht 1000 Lp/Bh einer Auflösung von 2000 Punkten. Da spielt dann noch die Größe des Sensors rein die dann in mm gemessen wird. (24mm bei Kleinbild)

Das Maximum was sehr gute Objektive erreichen (heute) liegt ca. bei 2300 Lp / Bh.
Das heißt irgendwo zwischen 24MPix und 30 Mpix.


Mercedes du hast Recht das das wichtigste die Güte des Objektives ist. In meiner DSLR Anfangszeit hab ich darauf auch nicht geachtet. (Hauptsächlich auf den Preis) Bis ich dann mal ein "highend" Objektiv benutzen konnte. Da hab ich dann gesehen was machbar ist. Das hat mich dann dazu verleitet das ich alles verkauft hatte und mir neu zugelegt habe. Diese Objektive werde ich wohl noch in den nächsten Jahren benutzen während die Kamera immer mal wieder ausgetauscht wird.

gruß Udo
Gruß Udo

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9

22.05.2015, 15:51

Ich wundere mich auch immer mehr über die Erwartungen, von denen man liest. Man bekommt den Eindruck, dass 20 MP völlig unzureichend seien. Ich hielt es damals für einen mutigen und richtigen Schritt, als Canon die teure 1DX mit 18 MP herausbrachte. Ich habe diese Kamera und bin nach wie vor mit ihr vollends zufrieden.
Die meisten lassen im Pixelwahn völlig außer Acht, dass bei Kameras wie der neuen Canon 5Ds jedes einzelne Bild im Rohdatenformat schätzungsweise 40 MByte groß ist. Das stellt hohe Anforderungen an den Computer, verlangsamt die Rohdatenbearbeitung und erfordert entsprechende Speichermedien. Um diese Qualität aber wirklich "auf die Straße zu bringen", muss alles stimmen: Bei den winzigen Pixeln gilt die alte Faustregel "kürzeste Belichtungszeit gleich eins geteilt durch Brennweite" nicht mehr. Man muss kürzer belichten oder braucht ein Stativ. Auch der Kontrast muss stimmen. Bei fadem Licht, Nebel, Dunst o.ä. wird die Abbildung solch feiner Details nicht möglich sein.
Trotzdem hat ein einziges Foto 40 MB.

Selbst wenn ein Foto diese Auflösung hat: Was will man denn damit? Für einen A3-Abzug reicht auch weniger.

Ich glaube, dass die Kameraanbieter, vor allem Canon und Nikon, das genau erkannt haben. Der Druck vom Markt scheint diese riesigen Pixelzahlen aber doch zu provozieren. Ich wundere mich, dass so viele Menschen, die eigentlich viel Wissen über Fotografie haben müssten, so auf die Auslösung schauen.

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10

22.05.2015, 22:42

@Thomas,

was ist denn heute eine Dateigröße von 40 MB? Speicher ist nicht teuer. Ein "normaler" PC auf höhe der Zeit kommt da locker mit klar. Richtig ist zwar das man kaum die gesamte Auflösung braucht, schon gar nicht im WEB. Ein richtig guter Fotograf braucht das wohl nicht, weil er schon bei der Aufnahme die Bildkomposition macht. Davon bin ich aber noch meilenweit entfernt. Ich habe so ein Pixelmonster weil ich das Bild erst später mache. Meist sehe ich erst beim betrachten am PC was ich hätte besser machen können und genau dazu ist die hohe Auflösung von Vorteil. Ich kann gut 50% abschneiden und das Bild ist dann immer noch in einer super Auflösung. Aber .... das wird auch teuer erkauft. Man benötigt hochwertige Objektive und den letzten Teil den du geschrieben hast. Beispiel: ich benötige bei einem 50mm Objektiv min. eine 1/125 sec. Belichtungszeit (oder schreibt man besser höchstens?) Egal, alles was länger belichtet wird kann ich nicht mehr ruhig halten. Das war für mich dann ein Grund auf die neuere Kamera zu gehen bei der ich auch die ISO höher drehen kann.

gruß udo
Gruß Udo

mercedes

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11

24.05.2015, 10:36

40MB

Ich stimme Udo hier vollkommen zu. Ich stehe auf den Standpunkt, dass Speicherkarten geduldig sind. Wenn eine dann voll ist, dann kommt halt die nächste in die Kamera. Man könnte dies ja auch dadurch heilen, dass man einfach bewusster Fotografiert.

Wer sich eine solche Kamera zugelegt, dem sollte auch bewusst sein, dass dies nur mit dem passenden Objektiv eine sinnvolle Investition ist. Es bleibt natürlich jedem unbenommen, den Wunsch nach einem neuen Spielzeug nach belieben zu nachzukommen. Es sind auch nicht alle Porschefahrer in der Formel 1 unterwegs.

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