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10.07.2008, 09:05

Österreich-Radrundfahrt 2008

Österreich Radrundfahrt 2008
Königsetappe


Bereits zum 60. Mal findet heuer die Österreich-Radrundfahrt statt. Am 06. Juli starteten 144 Fahrer aus 18 Mannschaften zum Prolog in Klausen/Südtirol. Die Strecke führt über 7 Etappen und Gesamt 1.080 Kilometern zum Ziel am 13. Juli auf der Wiener Ringstraße.

Das Teilnehmerfeld der diesjährigen Jubiläumstour ist gespickt mit klingenden Namen wie dem regierenden Weltmeister und Olympiasieger Paolo Bettini aus Italien, seinem Landsmann Davide Rebellin und dem Belgier Tom Boonen, um nur die bekanntesten zu nennen, die aus verschiedensten Gründen einen Start bei der Österreich-Rundfahrt dem Antreten bei der gleichzeitig stattfindenden Tour de France den Vorzug gaben.

Am Dienstag, dem 08. Juli verfolgte ich die 2. Etappe von Toblach/Südtirol nach Kitzbühel direkt am Ziel, der Bergankunft am Kirzbüheler Horn auf 1.670 Metern Seehöhe. Es handelt sich dabei um die so genannte „Königsetappe“. Vom Profil her wird den Fahrern auf diesem Abschnitt alles abverlangt und stellt die Weichen für eine gute Platzierung am Ende der Rundfahrt.

Der Medienrummel ist an diesem Tag sehr groß, der ORF überträgt live vor Ort das Geschehen. Im Vorfeld starten 800 Teilnehmer mit dem Rad bei einer Challenge der größten Tageszeitung des Landes und küren ihren Sieger am Kitzbüheler Horn. An diesem Tag ist für alle, die sich das Rennen live vor Ort ansehen wollen, die Benützung der Seilbahn gratis. Einheimische und Gäste nehmen dieses Angebot gerne in Anspruch und kommen in Scharen herauf zum Etappenziel beim Alpenhaus.

Für die Protagonisten ist das Wetter am Tag des Rennens ideal. Es ist bewölkt und die Temperaturen sind angenehm. Zum Zeitpunkt des Zieleinlaufes nach 15.00 Uhr hat es heroben auf 1.670 Metern Seehöhe angenehme 15 Grad. Österreich hat einen lokalen Mitfavoriten aus der näheren Umgebung am Start, Thomas Rohregger aus Kramsach in Tirol, ist einer der Anwärter auf den Tagessieg bei dieser Etappe. Schlussendlich muss er sich im Ziel nur um 12 Sekunden dem Dänen Chris Sörensen geschlagen geben. Die prominenten Teilnehmer sind alle keine ausgewiesenen Bergspezialisten. Als bester von ihnen kommt Davide Rebellin mit einem Rückstand von 1,43 Minuten als siebenter ins Ziel.

Das Rennen ist entschieden. Nach und nach kommen alle weiteren Teilnehmer an. Die letzten haben enormes Pech. Ein plötzlich einsetzender Gewitterregen mit Hagelschlag macht Teilnehmern und Zuschauern ziemlich zu schaffen. Der letzte Fahrer erreicht das Ziel mit einem Rückstand von über 37 Minuten.

Die anschließende Siegerehrung im Alpenhaus verläuft etwas chaotisch. Aufgrund des anhaltenden, sehr heftigem Regen strömen alle in die Gaststätte, um ins Trockene zu gelangen. Nach 30 Minuten Nässe und Feuchtigkeit hat der Spuk ein Ende, die Sonne kommt hervor. Zu diesem Zeitpunkt bin ich schon zu Fuß unterwegs ins Tal.


















Gottfried Höllersberger / hoelli
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10.07.2008, 11:09

Die Tour will wohl der großen Tour Konkurrenz machen, weil sie zur selben Zeit stattfindet? :-))
Schöne sportliche Fotostrecke.

3

10.07.2008, 11:16

Österreich-Radrundfahrt 2008

Hallo hoelli!

Du arbeitest wohl bei einer Zeitung als Sportreporter.....? :--) :--) Wenn nicht, ich würde Dich sofort einstellen! A)d Toller Bericht mit dynamischen Bildern! A)d

LG
hubsi

)foot(o
Ein Bild sagt mehr, als tausend Worte. :cursing: :thumbsup: :P

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12.07.2008, 08:07

Radsport

Österreich-Radrundfahrt 2008


Danke an 97erspeedy und hubsi für die Kommentare zu meinem sportlich angehauchten Bericht der 60. Ausgabe der Österreich-Radrundfahrt, die am 13.Juli in Wien endet.

Der Profi-Radsport hat, speziell in Deutschland, durch die Enthüllungen der Machenschaften rund um Doping, in den letzten Jahren stark an Ansehen verloren. Die Schuld alleine den Sportlern in die Schuhe zu schieben und sie als Sündenböcke abzuurteilen und mit Sperren zu belegen, ist zwar einfach, ändert aber nichts am System, das den Aktiven gar keine andere Wahl gelassen hat, sich mit unerlaubten Mitteln zu Höchstleistungen aufzuputschen.

Für Österreich als Fremdenverkehrsland ist Radsport ein wichtiges Segment, Urlaubsgäste zu lukriieren. Radfahren erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit und die Tendenz, auch im Urlaub diesen Sport auszuüben, ist weiter steigend.

Die Touristiker Tirols setzen nach wie vor auf die Karte, internationale Rundfahrten in das Alpenland zu bringen. Die Deutschlandtour, Tour de Suisse und der Giro d` Italia machen regelmäßig Station in Osttirol, dem Ötztal und Sankt Anton am Arlberg.

Kitzbühel hat heuer neben der Österreich-Rundfahrt auch die Deutschlandtour zu Gast. Ein vier Kilometer langer Prolog durch die „Gamsstadt“ wird zu Beginn der Rundfahrt am 29. August durchgeführt. Die erste Etappe von Kitzbühel nach Hochfügen im Zillertal über 180 Kilometer am darauf folgenden Tag, gilt mit ihrem gebirgigem Verlauf als schwerste der acht Etappen. Sie endet mit einer Bergankunft auf 1478 Metern in Hochfügen.

Ein attraktives Rahmenprogramm sorgt für Abwechslung rund um die Großveranstaltung, die am letzten Wochenende im August an beiden Tagen in den angeführten Orten zur Austragung gelangt.







Liebe Grüße
hoelli / Gottfried.
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12.07.2008, 21:32

Österreich-Radrundfahrt 2008

Hallo Hoelli, Gottfried,
Ich kann leider auf Deinen ausführlichen Bericht nicht positiv antworten.
Ich habe mir ein Urteil über die Radprofis gebildet.
Der Radsport ist zwar spektakulär und sieht ohne Zweifel für die Zuschauer gut aus.
Aber diese ganzen Doping-Geschichten stoßen doch sehr ab.
Wenn die Profis so ein Zeug nehmen und sich für viel Geld kaputt spritzen, wäre mir das echt sch...egal,
aber das ist doch Betrug an der Jugend.
Ganz schlimm wirds erst noch, wenn das Gen-Doping kommt.
LG.
Werner

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13.07.2008, 09:52

Hallo Hoelli/Gottfried

Da bist Du ja unter die Reporter gegangen, ein informativer Bericht mit sehr guten Bildern.
als Flachlandtiroler hat man ja keine Ahnung was so eine Strecke für Kraft kostet.
Radwandern in die Berge nichts für mich ( unsportlich total ).

Lieben Gruß
Siggi
In der Fremde erfährt man mehr als zu Hause.
Aus Tansania