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  • »günterfr« ist der Autor dieses Themas

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11.11.2008, 21:27

Kenia Teil 1 - Sweetwater Game Reserve

Teil 1 unserer Kenia Safari - Sweetwater Game Reserve

Nach 9 Stunden Flug landeten wir in Mombasa, Umsteigen und mit Kenia Air weiter nach Nairobi, Flug ca. 90 Minuten. In Nairobi landeten wir dann Mittags, am Flughafen wartete unser Fahrer und Guide Gimo mit seinem Landrover. ( Wir können schon hier jeden empfehlen, bei einer Safari einen " Geländewagen " zu buchen, da diese Vorteile in den einzelnen Nationalparks, besonders der Massai Mara, von Bedeutung für uns waren ) Mit Gimo hatten wir einen erstklassigen Guide, er hat am Goethe Institut in Nairobi studiert, spricht mehrere Sprachen und hatte irgendwie immer die richtige " Nase " für die Tierbeobachtungen.

Zunächst fuhren wir aber durch Nairobi, die größte Stadt im Osten Afrikas. Neben Smog und Verkehrsstaus sahen wir auch viel Armut, obwohl wir nicht durch die Slums fuhren. Wir fuhren Richtung Norden, wobei wir für ca. 250 km 3,5 bis 4 Stunden brauchten. Die Straßenverhältnisse sind eine Katastrophe aber der Ausbau der Infrastruktur ist für Kenia ein wichtiger Arbeitgeber, es gibt keine Maschinen - diese würden die wenigen Arbeitsplätze auch noch vernichten - das meiste ist Handarbeit und dauert dadurch länger.

Je weiter wir nach Norden in Richtung Äquator fuhren um so schöner wurde das Land. Unsere erste Station war das Sweetwater Game Reserve, Übernachtung im Sweetwaters Tented Camp, ( siehe Hotelbewertung ).
Dieses Reservat liegt im zentralen Hochland, ca. 1.800 m hoch, unmittelbar am Äquator. Es ist Bestandteil der 400 qkm großen Ol Pejeta Ranch, die im privaten Besitz ist. Das Sweetwater Game Reserve ist ein Nashornschutzgebiet, hier konnten wir noch Spitzmauslnashörner an einem Wasserloch beobachten. Als Besonderheit gibt es ein Nashorn, das an Menschen gewöhnt ist. Wir hatten unter der Aufsicht von Rangern die Möglichkeit an dieses Nashorn direkt hernzugehen, es mit Zuckerrohr zu füttern und diesen reisigen Koloss zu berühren ( siehe Foto ) . Es war für uns eine einmalige Situation die überraschend weiche Haut und das weiche Maul zu spüren. Die Gefühle kann man schwer in Worte fassen, Respekt vor dem riesigen Tier, aber auch Mut, Stolz und ein wenig Angst.

Eine weitere Besonderheit dieses Reservats sind die beiden letzten frei lebenden Schimpansen Familien Kenias. Diese Schimpansen leben in einen besonders gesicherten Gebiet, abgeschirmt wie in Jurrasic Park mit Stacheldraht bis 3 m Höhe. Die besondere Führsorge für diese Tiere erkannten wir an der hohen Anzahl von Rangern ( ca. 5 Ranger für ein Tier ) und das man nur eine begrenzte Anzahl von Touristen in das Gebiet lässt. Nach den Berichten der Ranger haben wir unser Wissen über diese Tiere grundlegend ändern müssen. Allgemein sahen wir sie immer als liebe, spielende und lustige Affen. In der Natur ist aber das Gegenteil der Fall, sie sind sehr aggressiv wenn es um ihr Revier geht. Beide Familien sind durch einen großen Wasserlauf getrennt, da sie sich sonst bekämpfen würden, oft bis zum Tod. Aus einem Versteck heraus konnten wir die eine Schimpansenfamilie am Boden und in den Bäumen beobachten. Einerseits machten sie einen höllischen Lärm, anderseits zogen wir Vergleiche zum Menschen, denen sie doch in ihrem Verhalten und auch der Gestik irgendwie ähneln. Zu dieser Schimpansenfamilie bewegten wir uns auf einer ca. 30 minütigen Fußpirsch ( Anmarsch ), nachem wir ein Tor in dem " Stacheldrahtverhau " passiert hatten. In unserer Begleitung waren ständig mehrere Ranger.

Wir setzten dann unsere Pirschfahrt fort und konnten in dem riesigen Gebiet ( grüne Buschlandschaft ) Zebras, Impalas, Springböcke, Warzenschweine und auffallend viele Giraffen beobachten. Natürlich haben wir unzählige Fotos " geschossen ". Da meine Partnerin und ich uns immer beim Fotografieren und Filmen abwechseln, war ich diesmal der " Loser ", da ich für eine Pirschfahrt die Ersatzakkus für den Camcorder im Camp hatte liegen gelassen.
Dies kam später nie wieder vor.

Unsere erste afrikanische Nacht mitten in der Wildnis war mit den Tiergeräuschen phantastisch. Da das Tented Camp sehr abgelegen liegt, gab es keine störenden Geräusche. Mücken sind in dieser Höhe kein Problem, so gab es auch keine Moskitonetze.

Am nächsten Morgen Aufstehen mit dem Sonnenaufgang und Tiergeräuschen um 06.00 Uhr - es war wunderschön.

Wir fuhren mit weiteren Tierbeobachtungen direkt zum Äquator. Wir sahen eine Vielzahl von Antilopen und Gazellen und hatten einen herrlichen Blick auf den schneebeckten Gipfel des Mt. Kenyas. Der Verlauf des Äquators ist mit einer Linie über die Straße gezeichnet.
Hier trafen wir auf Einheimische, die uns vorführten, das in einem Wasserglas kleine Hölzchen sich auf der Nordhalbkugel in eine andere Richtung drehen als auf der Südhalbkugel. Dabei gingen sie ca. 30 Meter nördlich und südlich des Äquators und es funktionierte. Wir hatten sowas schon im Fernsehen in verschiedenen Berichten vorher gesehen, sind aber nicht hinter diesen Trick gekommen. Wenn man etwas logisch denkt, dann muß man doch sagen, dass in ca. 60 Meter Entfernung die Hölzchen nicht ihre Drehrichtung ändern können, aber vieleicht ist es doch so ....

Das Sweetwater Game Reserve ist ein relativ kleiner Park und wird nur bei wenigen Safaris angeboten. Wir hatten gebucht wegen der Nashornbeobachtungen und der frei lebenden Schimpansen. Dies ist meines Wissens nach auch der einzigste Park in Kenia mit Nachtpirschfahrten.

Wir fuhren dann weiter Richtung Norden in die Trockesavanne des Samburu National Reserve, darüber werde ich im 2. Teil berichten.




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12.11.2008, 06:19

Sweetwater Game Reserve

Hallo Günter

einen ausgezeichneten Bericht hast Du da geschrieben
A)d recht genau und informativ. Mich wundert nur, dass Du die Strassen so schlecht gefunden hast. Wir waren vor ca. 25 Jahren mal in Kenia und fanden die damals nicht so übel (natürlich kein Vergleich zu Deutschland, aber um Klassen besser als z.B. in Kambodscha), allerdings geht es ja in Kenia in den letzten Jahren politisch und wirtschaftlich sehr bergab. Merkt man da als Tourist viel davon? Angeblich soll ja speziell in Nairobi die Kriminalitätsrate grauselig hoch sein.

Der Bericht über das Sweetwater Game Reserve selber ist Klasse (vielleicht gibt es noch ein paar Fotos nach). Wie sind denn die preislichen Verhältnisse momentan und wann wart Ihr denn da (war das 2007) ?

YaWo

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12.11.2008, 13:06

Kenia Teil 1



Hallo Günter,

mit Begeisterung habe ich Deine Bericht gelesen und freue mich schon auf Teil 2

A)d A)d A)d A)d A)d

LG Monika 00000011
Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet.

J.W.Goethe

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12.11.2008, 13:57

00000011 00000011 00000011 00000011 00000011 00000011

Hallo Günter,

einmalig spannend, interessant und informativ..... Ein riesiges Erlebnis!

Du hast mich mit Deinen Worten für einen Moment lang gefesselt...
Wunderschön hast Du erzählt!!

Kompliment!

Die eingestellten Fotos sind hervorragend ... gibt's noch mehr davon???

Ein dickes Dankeschön und **** von mir für diese wunderschön geschilderten Erlebnisse...

Liebe Grüße
Sonnenstunden
00000011
Die großen Ereignisse, das sind nicht immer unsere lautesten, sondern unsere stillen Stunden :love:
(Friedrich Nietzsche)

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12.11.2008, 20:44

Kenia

Hab deinen Reisebericht verschlungen A)d !

Davon träume ich auch noch - eine Safari in Afrika. Bin schon gespannt auf die Fortsetzung und auf die vielen tollen Fotos von den Tieren!
Würde mich auch über mehr Infos zu dem "Schlafplatz" freuen!

LG 97erspeedy

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12.11.2008, 21:28

Hallo Dieter ,
wir waren im September 2007 in Kenia, September vor allem wegen der großen Wanderung der Gnu Herden von der Serengeti in die Massai Mara - Bericht folgt später, im Kenia Album hatte ich schon mehrere Fotos von dieser Safari eingestellt, leider denkt man zuerst immer an die Großkatzen, wie Löwen, Leoparden und Geparde und stellt diese dann ein, werde dies aber mit den anderen Fotos noch nachholen, hier erstmal noch drei weitere Fotos,
zu Nairobi kann ich keine tiefgründige Auskünfte geben, da unsere Eindrücke sich nur auf die Durchfahrt beziehen - aber Kriminalität gibt es in jeder Großstadt, auch in Deutschland - ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass Kenia ein wunderschönes Land ist und wir uns trotz aller sozialen Spannungen während der gesamten Reise sicher gefühlt haben - Tourismus ist für dieses Land ein wichtiger Lebensfaktor - Du hast ja auch schon viele Reisen unternommen und man muß eben gewisse Verhaltensgrundsätze einhalten,
die Straßenverhältnisse sind tatsächlich sehr schlecht, es wird Teer an der Straße aus Fässern gekocht, große Steine werden zu Kies geschlagen, es gibt riesige Schlaglöcher, ein Vorankommen auf den Nebenstrecken ist oft sehr schwierig, aber die Menschen sind beschäftigt - durch riesige Starßenbaumaschinen würden sie auch diese Beschäftigung verlieren - und Beschäftigung ist für diese Länder und Menschen sehr sehr wichtig - auch wenn uns das primitiv erscheint - Entwicklungshilfe kann auch etwas zerstören
Die Preise richten sich in erster Linie nach den eigenen Wünschen, d.h. wie lange Safari, wo und welche Unterkünfte - die Parks und Unterkünfte war unser Wunsch und der gesamte Preis für 10 Tage Safari und 6Tage Strand am indischen Ozean in einem guten Hotel incl. Flug und zwei Inlandsflügen betrug 3.000 EUR p.P.

@ Tina

auch Danke an Dich für Deine Einschätzung und Interesse, zum " Schlafplatz " siehe die Bewertung Sweetwater Tented Camp, ich nehme an, Du nhast damit die Unterkunft gemeint,
wenn Du einmal in Afrika auf Safari warst, dann hat Dich ein Virus gepackt und Du wirst weiter davon Träumen, auch wir können nicht mehr loslassen und haben für 2009 unsere nächste Safari gebucht, wieder im September - diesmal nach Botswana in das Okavango Delta mit Abschluss Victoria Fälle ( haben zwei Jahre fleißig gespart )

Ich werde alle Berichte " abarbeiten " , kann durch berfuliches Engagement etwas dauern

Grüße von Günter









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02.12.2008, 16:22

Kenia 1


Hallo Günter

Ein toller Bericht über Kenia, freue mich schon die anderen Folgen zu lesen.

Bei mir ist es schon lange her das ich da war, nachdem ich den Anfang

Deiner Reise gelesen habe, bekomme ich wieder Lust mal hinzufahren.

Liebe Grüße
Siggi
In der Fremde erfährt man mehr als zu Hause.
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