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24.08.2009, 17:53

Bali, Indonesien

Bali hat einige große Touristenzentren mit wunderschönen (und teuren) Hotels und Restaurants in Sanur und Nusa Dua, in Kuta und Legian. Geboten bekommt man dort alles, jede Art von Luxus, jedes Souvenir und jede Art von Unterhaltung - nur nicht Bali selbst.

Bali ist für mich das Land abseits der Touristenzentren, das ist das Wandern durch die Reisfelder, das Kaffeetrinken an irgendeinen Dorf-Warung (Essensstand), die Freundlichkeit und der Humor der Balinesen, die Unterhaltungen in gebrochenen indonesisch und englisch und mit Händen und Füssen. Das ist das Wandern durch Wälder und tiefe Schluchten, in denen die Bäche bergab rauschen, das sind die Hochzeitsfeste, die Initialisierungsrituale und die Totenverbrennungen, bei denen mit immer herzlichst eingeladen wird. Das ist das Geräusch der Gamelanmusik, das man auf dem Land immer wieder hört, die Gamelanspieler und die Tänzer und Tänzerinnnen beim Üben oder bei den Festen. Und das sind vor allem die Tempel und die tiefe Verwurzelung der Bevölkerung in ihrem hinduistischen Glauben.

Mit anderen Worten: ich rate jedem, mal aus den Touristenhotels auszubrechen und im Land herumzulaufen, ein Motorrad oder Auto zu mieten und einfach im Lande herumzufahren.

Was Bali sicherlich nicht ist: eine Insel für Schwimmen und Baden. Dazu sind die meisten Strände nicht schön genug (sie bestehen aus schwarzem Vulkansand) und sind durch die starken Strömungen sehr gefährlich. Einige Stellen sind sehr gut zum Surfen (Kuta), andere recht gut zum Schnorcheln und Tauchen (die Strände um Amed).

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24.08.2009, 18:10

Bali, Indonesien, Kinder

Kinder

Kinder sind das große Glück der Balinesen - ein Leben ohne Kinder ist für sie nicht vorstellbar, der Wunsch einiger westlicher Touristen, kinderlos zu bleiben, ist für sie unvorstellbar und es hat gar keinen Sinn, ihnen das erklären zu wollen.

Kinder sind Geschenke Gottes und so werden sie behandelt. Durch zahlreiche Riten werden sie langsam an die Welt gewöhnt. Da sie ein göttliches Wesen sind, dürfen ihre Füsse die ersten 210 Tage nicht den Erdboden berühren - in engem Körperkontakt werden sie immer herumgetragen. Dies ist kein Problem, da häufig bis zu vier Generationen in einem Gehöft wohnen und so findet sich immer jemand, der sie trägt. Kleinkinder werden auch wesentlich länger gestillt als im Westen üblich. Stillen in der Öffentlichkeit ist normal und niemand stört sich an einer nackten Brust. Durch den engen Körperkontakt wirken balinesische Kinder immer glücklich, auch wenn sie in armseligen Kleidern daherkommen. Kinder sind immer und überall dabei.

Kinder können auch viel mehr ihre eigenen Erfahrungen machen - häufig sieht man kleine Kinder, die mit ihren Eltern zusammen sitzen und mit Messer, Axt oder Stichel irgendwelche Arbeit der Eltern nachmachen - niemand würde es ihnen wie in Europa verbieten. Überhaupt gibt es wenig Verbote für Kinder - in mehreren Bali-Urlauben habe ich nie gesehen, dass ein Kind geschimpft oder gar geschlagen wurde. Sie lernen durch Vorbild und sind im Vergleich zu europäischen Kinder wesentlich gelassenen, freundlicher, ruhiger und selbstbewußter. Ich habe nie ein wütendes und wutkreischendes Kind in Bali gesehen.

Nach 210 Tagen wird das Kind in einer großen Zeremonie zum ersten Mal auf den Erdboden gestellt. Zahlreiche Feste führen sie durch die Kindheit, die mit der Zahnfeilung abgeschlossen wird (früher wurden die Zähne völlig plan geschliffen, da spitze Zähne als "tierisch" galten, heute werden nur noch symbolisch die spitzesten Zähne abgefeilt).

Die führt natürlich auch dazu, dass Bali ein ideales Urlaubsland für Eltern mit kleinen Kinder ist.



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24.08.2009, 18:22

Wieder ein Bericht, wo Du zeigst, dass auch Bali hinter den großen Hotelanlagen eigentlich erst beginnt...

So liebe ich die fremden Länder!!! A)d A)d A)d

Im Land, die vielen Touristen hinter sich gelassen, lernt man Land und Leute kennen!

Du erzählst wieder spannend und interessant, sogar ein bisschen romantisch...

00000011

Kompliment!

Liebe Grüße
Sonnenstunden
00000011
Die großen Ereignisse, das sind nicht immer unsere lautesten, sondern unsere stillen Stunden :love:
(Friedrich Nietzsche)

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24.08.2009, 18:55

Bali, Indonesien

Tanztheater in Bali

Gamelan
Immer wieder trifft man bei seinen Wanderungen durch Bali auf Dorffeste, bei denen ein Gamelanorchester Musik macht und die Dorfbewohner Theater- udn Tanzvorführungen machen. Wer dieses Glück nicht hat, kann in den Touristenorten professionale Veranstaltungen besuchen, die oft "künstlerisch" besser sind, denen aber häufig der "orginale" Reiz abgeht.

Begleitet wird in der Regel immer mit einem Gamelan (auch bei Hochzeitsfesten, bei Totenverbrennungen oder bei Tempeleinweihungen). Das Gamelan besteht aus Messingbecken, Gongs und Xylophonen, manchmal durch ein Holzblasinstrument (Flöten, Suling) oder eine zweisaitige Violine (Rebab) begleitet. In seltenen Fällen spielt auch ein Gamelan auf Bambusinstrumenten. Leiter des Orchesters sind die beiden großen Trommeln (Kendang, eine "weibliche" und eine "männliche"). Diese Trommeln kontrollieren das Tempo und den Grundrhythmus der Stücke. Grundprinzip ist, dass die höher klingen Instrumente öfter und schneller angeschlagen werden als die tiefer klingenden.

Wers noch nie gehört hat, kanns hier hören:
http://www.youtube.com/watch?v=2EXzfpS6WK4
http://www.youtube.com/watch?v=ldPMifPbngc

Weitere Informatioen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gamelan

Legong
Einer der schönsten Tänze ist der Legong, der Tanz himmlischer Nymphen. Im Alter von fünf Jahren beginnen die Mädchen, den Tanz zu erlernen, bereits mit vierzehn Jahren, mit Beginn der Pubertät ist die Karriere normalerweise zu Ende. In Touristenvorstellungen wird diese Regel aber nicht so ernsthaft gehandhabt, da gibt es auch noch 20- oder 30jährige Tänzerinnen. Normalerweise werden nur die schönsten und begabtesten Mädchen für diesen Tanz ausgewählt.

Der Tanz ist streng stilisiert - jede Hand- oder Fußbewegung hat eine Bedeutung. Die Handlung stammt aus dem 12. Jht.: Der König von Lasem findet im Wald das Mädchen Rangkesari, das sich verirrt hat. Er nimmt sie zu sich und sperrt sich in einem Steinhaus ein, da sie sich seinem Werben widersetzt.
Rangkesaris Bruder droht mit Krieg, wenn seine Schwester nicht freikommt. Rangkesari bittet den König, sie freizulassen, ein Vogel prohezeit ihm den Tod und tatsächlich stirbt er in dem folgenden Kampf.
Wers noch nie gesehen hat, kanns hier sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=c11F8O6E93E
http://www.youtube.com/watch?v=bldo2s9vgyk
http://www.youtube.com/watch?v=H0EertnB918

Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Legong

Baris
Der Baris ist ein männlicher Kriegstanz. Je nach den getragenen Waffen gibt es unterschiedliche Baris-Tänze. Die Ausbildung zum Baris-Tänzer gilt als die härteste von allen Tanzarten: ein Baristänzer muß so gelenkig sein, dass er auf den Fersen sitzend seine Knie so weit abwinkeln kann, dass sie eine Linie mit dem Körper bilden. Der Baris wird immer von dem großen Gamelan in Vollbesetzung begleitet.

Kebyar
Im Kebyar muß der Tänzer jede Nuance in seinen Bewegungen und vor allem in seinem Mienenspiel ausdrücken können
. Im Kabyar Duduk sitzt der Tänzer während des gesamten Tanzes in hockender Stellung mit gekreuzten Beinen und "tanzt" nur mit Armen, Fingern, Handgelenken, Oberkörper und Mimik (ist aber kein bischen langweilig). Der Kebyar gilt als der anstrengenste und subtilste balinesische Tanz. Angeblich muß ein guter Kebyar-Tänzer selber alle Instrumente des Gamelan perfekt beherrschen.
Wers noch nie gesehen hat, kanns hier sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=0fKT02jmJDs&feature=PlayList&p=913F77D1C1468B73&index=0&playnext=1
http://www.youtube.com/watch?v=cEFYKRKx5qE


Jauk
Der Jauk ist ein Solotanz ausgeführt von einer Dämonengestalt. Dargestellt werden Episoden aus dem indischen Ramayana und Mahabharta. Der Tänzer beeindruckt durch seinen drohenden Blick, den Schnurbart und dem starren Lächeln (obwohl er eine Maske trägt kann er sehr gut Ausdruck übermitteln). Er trägt einen hohen Haarschmuck, hat lange spitze Fingernägel und große Glotzaugen. Die Bewegungen sind häufig sehr übertrieben und heftig, die Gamelanmusik sehr dynamisch, laut und manchmal brutal.

Wers noch nie gesehen hat, kanns hier sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=ipNft65o-g8
http://www.youtube.com/watch?v=sRzswz8tyWo

Kecak
Der Kecak ist ein Gemeinschaftstanz. Um eine Fackel sitzen zahlreiche Männer (manchmal bis zu 150) in schwarz-weiß karierten Sarongs mit roten Gürtel. Der Kecak ist eigentlich ein Trance-Tanz: immer wieder verfallen die Männer in die lauten "Tschak tschak"-Rufe (daher Kecak). Dazwischen gellen immer wieder Urschreie, dann wieder lautes Summen, die Männer wedeln mit ihren Armen in der Luft.

Wers noch nie gesehen hat, kanns hier sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=mv9utkz-Jco
http://www.youtube.com/watch?v=0HL5P6wlQPU

Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kecak

Ramayana-Ballett
Das Ramayana-Ballet in Bali ist relativ neu. Die Handlung spielt um die Geschichte von Rama und Sita.
Siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Ramayana

Hauptpersonen sind das Ehepaar Rama und Sita, Ramas Bruder Laksmana, der Dämon Ravana und zahlreiche Tiergestallten (vor allem der heldenhafte Affenkönig Hanuman, der goldene Hirsch, der tapfere Vogel Jatayu und das Affenheer Hanumans). Das Affenheer kann dabei alle beliebigen (auch lustigen) Kapriolen schlagen. Am Ende kommt es zur großen Schlacht, bei der der böse Ravana stirbt.


Könige und Narren
Daneben gibt es noch viele Zwischenspiele, in denen König, vermeintliche Helden und Narren auftreten. Sie sprechen balinesiches und in der Regel sind ihre Witze für Touristen nicht so recht verständlich. Die Balinesen lieben sie jedoch heiß und innig. Meist treten die Figuren als gegensätzliche Paare auf, die in derber, komischer, manchmal auch obszöner Art andere der Lächerlichkeit preisgeben.

Der Kampf zwischen Gut und Böse
Heute häufig in das Ramayana-Ballet eingegliedert wird der Kampf zwischen Barong und Rangda, dem Guten und dem Bösen - eigentlich ein religiöser Tanz, der nur in den Tempeln stattfindet (dort werden auch die mächtigen Barong- und Rangda-Masken aufbewahrt). Grundprinzip ist, dass weder Gut noch Böse gewinnen kann - das balinesische Weltbild sucht hier immer ein Gleichgewicht herzustellen.

Wers noch nie gesehen hat, kanns hier sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=rM-Zs7RTsn4
http://www.youtube.com/watch?v=sn7tsO7HL…rom=PL&index=14
http://www.youtube.com/watch?v=Ql3SEedgMvo

Und dann gibt es noch als weitere Arten denJanger (ein Tanz von bis zu zwölf Mädchen), den Oleg Tambulilingan (ein Verführungstanz zwischen Frau und Mann), den Topeng (Tanz eines ernsten und eines komischen alten Mannes mit Gesichtsmasken), den Cupak (den Tanz eines angeberischen Fettwanst)


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24.08.2009, 18:58

Bali, Indonesien

Das Gamelan



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24.08.2009, 19:00

Bali, Indonesien

Der Legong


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24.08.2009, 19:02

Bali, Indonesien

Baris-Tanz


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24.08.2009, 19:13

Bali, Indonesien

Könige und Narren


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24.08.2009, 19:16

Bali, Indonesien

Der Kampf zwischen Gut und Böse




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24.08.2009, 19:20

Bali, Indonesien

Der Kampf zwischen Gut und Böse


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24.08.2009, 19:23

Bali, Indonesien

Topeng



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24.08.2009, 19:28

Bali, Indonesien

Janger


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24.08.2009, 19:44

Lovina, Bali, Indonesien

Lovina

Lovina ist der Stand im Norden Bali, westlich von Singaraja. Eigentlich sind es mehrere Strände, die sich durch einige Dörfer ziehen. Wir sind in Kalibukbuk etwas am Rande im Ray Beach Inn untergekommen. Es gibt mehrere große Hotels, viele kleinere und einige Guest Houses und natürlich viele Restaurants in den unterschiedlichsten Preisklassen. Das Ray Beach Inn hat den großen Vorteil, es ist ein kleines Hotel, nicht überlaufen, es ist preiswert (inklusive Frühstück für 2 Personen 8 EUR) und man kann im Nachbarhotel zwanzig Meter weiter den Swimmingpool benutzen.

Zum Baden sind die Stände nicht geeignet, richtig schön sind sie auch nicht. Man kann mit Fischerbooten auf das Meer fahren, schnorcheln, Delphine anschauen. In Kalibukbuk gibt es eine Delphinschule, wo man mit Delphinen schwimmen kann (20 Minuten für - ich glaube - 50 US $). Zentral-Kalibukbuk - rund um das Hotel Pulestis würde ich abraten, da geht es doch etwas zu laut zu.

Sonst ist Lovina ein guter Ausgangspunkt für Besichtigungen in der Umgebung:
  • in Sangsit gibt es einen schönen Tempel Pura Beji und einen Totentempfel Pura Dalem mit einigen erotischen Szenen (allerdings nicht vergleichbar mit den Figuren in Khajuraho/Indien)
  • in Jagarage gibt es ebenfalls einen schönen Totentempfel Pura Dalem mit wunderbaren Skulpturen
  • In Sawan kann man in einer schönen Quelle baden - angeblich werden da alle Leiden geheilt (meinem Knie hats nicht geholfen)
  • in Kubutambahan ist der Tempel Pura Maduwe Karang mit dem berühmten Radfahrer-Relief
  • in Singaraja gibt es einen schöne Markt mit einem Riesenabteil für Tempelzubehör und Opferbedarf
  • Lovina ist auch ein guter Ausgangspunkt für Farhten zum Bratan-See oder zum Gunung Batur
Unser Swimmingpool in Kalibukbuk




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24.08.2009, 19:48

Lovina, Bali, Indonesien

Lovina

Mit den Fischern bei Sonnenaufgang auf dem Meer



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24.08.2009, 19:51

Lovina, Bali, Indonesien

Pura Bej, Sangsit



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24.08.2009, 19:53

Lovina, Bali, Indonesien

Pura Maduwe Karang, Kubutambahan



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24.08.2009, 19:59

Lovina, Bali, Indonesien

Kalibukbuk, Bali 9

In Kalibukbuk haben wir alle möglichen Restaurants ausprobiert: das beste war das Bali 9 in der Jalan Lavinia (Banyualit). Das Bali 9 ist eigentlich ein kleiner Warung mit nur drei Tischen aber mit einem grandiosen Essen. Da alles frisch gemacht wird, dauert es etwas. Die Familie ist ausgesprochen nett und freundlich und erfüllt auch Sonderwünsche. Der Besitzer hat 16 Jahre in einem Luxushotel in Sanur gekocht und sich dann selbständig gemacht.

Bali 9 bekommt von mir 5 von 5 Sternen für sein Essen. Ach ja: es ist auch noch eines der preiswertesten Restaurants in Kalibukbuk.

Sohn und Tochter des Hauses


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25.08.2009, 18:37

Oben ohne, Bali, Indonesien

Oben ohne

In Bali trifft man bei Wanderungen durch die Reisfelder und Dörfer immer noch alte Frauen, die ganz ungeniert oben ohne aus ihrem Haus oder Warung (einem kleinen Geschäft) herauskommen und die dummen Touristen anschauen, die da zu Fuß herumlaufen (Warum tun die das? Es gibt doch Mopeds).

Balinesische Frauen gingen noch bis in die 40iger Jahre des vorigen Jahrhunderts ohne Blusen, also oben ohne. Erst langsam - v.a. durch die holländischen Kolonialherren - gewöhnten sie sich an eine "Oberbekleidung". Vorher kannten balinesische Frauen weder Unterwäsche noch Blusen (geschweige den T-Shirts): man band sich einen Sarong (ein ca. 2 m langes Stoffstück) um die Hüften und hatte so einen Rock.

Das war den holländischen Kolonialherren natürlich ein Dorn im Auge - die Balinesen sollten schließlich genauso "kultiviert" sein, wie sie selber. Dazu gibt es eine schöne (wahre) Geschichte: die holländische Königin besuchte ca. 1910 Bali und - wie es nun mal so üblich ist - dazu wurden die Balinesen verdonnert, Spalier zu stehen und "Hurra" zu schreien. Den Frauen schärfte man aber dringend ein, ja nicht ihre nackten Brüste vor der Königin zu zeigen und sie zu bedecken. Die Balinesen sind ja recht nette Leute und wenn man sie höflich bittet, dann tun sie das auch. Als nun die Königin in ihrem Wagen vorbeifuhr, bedeckten die balinesischen Frauen natürlich ihre "unsittliche" Blöße und hoben ihren Sarong hoch, damit man die nackten Brüste nicht sah. Aber wie gesagt: man kannte keine Unterwäsche.
:;)

Leider habe ich nirgendwo etwas über die Reaktion der holländischen Königin gefunden - schade, wäre doch interessant zu wissen, wie sie reagiert hat.... Etwa mit knallrotem Kopf verlegen zu Boden geschaut?

19

25.08.2009, 19:20

Wie bei dem Pfarrer ...

Wie bei dem Pfarrer, dem man, als er im einsam gelegenen Teich ein Bad nahm, seine Kleidung gestohlen hatte. Nur den Hut hatte man ihm gelassen. Und den hielt er sich verzweifelt vor die Kronjuwelen _(.) , als er so schnell wie möglich nach Hause rannte. 0000006 Eine alte Dame rief ihm zu: "Hochwürden, Sie müssen den Hut vor das Gesicht halten. Da unten rum kennt Sie doch sowieso niemand!" 0000010
:-)) :-)) :-)) :-)) :-))


P.S.: Der Bericht und die Fotos sind Spitze!!! A)d A)d A)d

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26.08.2009, 18:37

Feste in Bali

Wenn man außerhalb der Hotelenklaven in Bali herumreist, ist es fast unmöglich NICHT auf eines der vielen Feste der Balinesen zu stossen. Feste zeihen sich durch das ganze Leben der Balinesen: schon die einzelnen Abschnitte der Kindheit werden durch Feste und Zerimonien begleitet, dann kommen Verlobungs- und Hochzeitsfeiern, die jährlichen Feiern am Familientempel, die Ahnenfeste, die Dorffeste und nicht zuletzt die Totenverbrennung. Wie häufig die Feste sind, erfuhr ich bei einem deutschen Freund, der in Bali vor fünf eine Bungalow-Anlage eröffnet hatte. Seine balinesische Frau hatte ihm gesagt, er brauche doppelt so viel Beschäftigte, wie er geplant hatte, da immer welche bei ihrer Familie zu Festen seien und kein Balinese ließe sich dies nehmen. Aber er wollte natürlich nicht auf seine Frau hören und stellte genau sechs Leute ein - drei Monate später hatte er fünfzehn, da nichts funktioniert hatte. Als ich ihn diesmal besuchte, waren acht seiner Angestellten in Sachen "Feste" unterwegs.

In der Regel ist man auf allen diesen Festen willkommen - häufig wird man auch zu Familienfesten wie Zahnfeilung der Kinder oder zu Hochzeiten, zu Tempelfesten oder Verbrennungen explizit eingeladen. Aber: immer wieder sehe ich Touristen, die uneingeladen und mit völlig unpassender Kleidung (Frauen in Bikini oder Hot Pants, Männer oben ohne) bei solchen Festen auftauchen. Wenn man zu einem Fest oder einer Zeremonie eingeladen wird, sollte man sich doch bitte anständig ankleiden: dazu gehört in Bali für Mann und Frau ein Sarong und ein Schal, den man sich um die Hüfte bindet. Für Männer gibt es dann noch schicke balinesische Kopfbedeckungen. So angezogen ist man nach meiner Erfahrung immer sehr willkommen.