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02.09.2009, 16:38

Thailand-Knigge

Der Thailand Knigge

Was man in Thailand darf und nicht darf verwirrt jedes Jahr zunehmend viele Tausende von Touristen, die in das Land des Lächelns reisen. Es kommt daher immer wieder zu Mißverständnissen in den Kulturen, das Fehlverhalten von Touristen wird von thailändischen korrupten Beamten, vor allem auch der Polizei ausgenutzt. Auseinandersetzungen zwischen Touristen und Einheimischen sind nicht selten aus einer unbedeutenden Kleinigkeit entstanden und wer sich in einer Schlägerei wiederfindet, der hat als Ausländer schneller Ärger mit Behörden, als ihm lieb ist.
Auch wenn viele unserer Leserinnen und Leser sehr Thailand erfahren sind und zu Recht auch sehr kritisch, so erreichen uns doch auch immer wieder Anfragen, was man als Reisende oder Reisender, im Land des Lächelns beachten sollte. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, einige dieser Regularien, hier nochmal zusammengefasst zu veröffentlichen. Die Zusammenstellung ist sicher nicht komplett und persönliche Erfahrungen mögen von diesem Bericht der nach bestem Wissen erstellt wurde abweichen. Daher fordern wir unsere Leserinnen und Leser auf, die Liste in den Kommentaren zu ergänzen. Die Liste sollte für Reisende und Touristen ein Hilfe sein und nicht dazu genutzt werden, Menschen zu verwirren und das Reiseland Thailand als schlechtes Reiseziel anzuprangern. Wir fühlen mit den Menschen in Thailand, die dringen auf den Tourismus angewiesen sind, egal wie gut oder schlecht die politische Lage zur Zeit sein mag. Jeder von uns ist irgendwann einmal, das erste Mal nach Thailand gereist. Ein solcher Bericht mit Hilfestellungen kann daher durchaus hilfreich sein. Die Liste kann natürlich auch ausgedruckt werden.


Thailändisches Nationalbewußtsein
Die Thais haben ein sehr ausgeprägtes Nationalbewusstsein (ja sogar Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen Nationen), das sich unter anderem darin äußert, dass im Alltag und bei besonderen Anlässen, häufig die Nationalhymne gespielt wird. Zu diesen Anlässen, morgens um 08:00 Uhr und abends um 18:00 Uhr erlischt das öffentliche Leben, an öffentlichen Plätzen, während dieser Zeit. Im Park, auf der Strasse, im Supermarkt, wo auch immer Sie sich zu Fuß befinden, es wird empfohlen, in dieser Zeit stehen zu bleiben, zu verharren, kurz in sich zu gehen und abzuwarten, bis die Nationalhymne zu Ende ist.


Allgemeines und Regeln für den Touristen in Thailand von Kopf bis Fuß
Die Thais sind im allgemeinen zurückhaltend und man wird eher weniger häufig angesprochen als in machen anderen Ländern. Andererseits betrachtet man Ausländer mit großer Neugier. Floskeln wie "hey you" sind nicht so unhöflich gemeint, wie sie in unseren Ohren klingen. Sie sind in vielen Fällen das einzige, was der karge Englisch-Wortschatz hergibt. Ist die Kontaktaufnahme geglückt, wird der Ausländer gerne nach Strich und Faden ausgefragt. Man darf auch höflich eine Antwort auf zu persönliche Fragen verweigern. Auf keinen Fall sollte man erwarten, dass aus so einem Gespräch eine Freundschaft entsteht. Die Beziehungen zwischen den Thais und erst Recht zwischen Thais und Ausländern sind meist sehr oberflächlicher Natur. Manche Thais (vor allem auch Mönche) sprechen Ausländer an, um ihr Englisch zu üben. Andere wollen ihre Waren verkaufen, gewisse Frauen (die sich durch ihre Aufmachung deutlich von "normalen" Thailänderinnen unterscheiden) bieten auch offensiv ihre Liebesdienste an.

Eine direkte Verneinung einer Frage oder die direkte Zurückweisung einer Bitte vermeidet man in Thailand. Stattdessen reagiert man mit einem Lächeln. Daraufhin auf seinem Anliegen zu beharren, wäre eine nicht angemessene Reaktion.
Überhaupt ist das Lächeln in Thailand ein Gebot der Höflichkeit. Wer nicht lächelt, gilt daher als unhöflich, eventuell sogar als böswillig. Unhöflich ist es auch, sehr laut und eindringlich zu sprechen, in der Öffentlichkeit zu schreien oder jemanden während des Gesprächs zu unterbrechen. Durchaus akzeptabel ist es jedoch, sich in einer Warteschlange vorzudrängeln, wenn man es nur beiläufig und unauffällig genug tut. Will man sich gegen einen solchen Drängler zur Wehr setzen, sollte man dabei unbedingt ebenso nonchalant vorgehen.

Ärger
Touristen sollten, wie wir also schon oben angemerkt haben, nie zu lautstark ihren Ärger zeigen. Sollte es zu Provokationen oder gar Auseinandersetzungen kommen, versuchen Sie stets ruhig und höflich zu bleiben. Eine direkte oder laute Kritik führt beim Gegenüber zum Gesichtsverlust und kann unkalkulierbare und gefährliche Folgen nach sich ziehen.
Kleine Widrigkeiten des Alltags - wie zum Beispiel das bereits genannte, oftmals lange Stehen in einer Schlange am Ticketschalter oder an der Kasse - sind kein Anlass zur Aufregung. Ihre Aufregung würde sowieso nur Kopfschütteln beim Gegenüber verursachen.
Nach thailändischer / buddhistischer Lebensphilosophie ist nichts so dramatisch, dass es die gute Laune oder den Spaß am Leben verderben könnte. Dieses Lebensgefühl beherrscht das Alltagsleben der Thais, so dass man sich als Besucher des Landes ganz einfach anpassen und ruhig etwas davon mit nach Hause nehmen sollt.

Hierarchie
Die thailändische Gesellschaft ist sehr stark hierarchisch gegliedert. Für einen Thai ist es daher sehr wichtig, möglichst schnell herauszufinden, welcher sozialen Schicht sein Gegenüber angehört. Als wichtiger Anhaltspunkt dient beispielsweise die Kleidung. Bei Ausländern unterstellt man automatisch einen hohen sozialen Rang, denn erstens sind diese Gäste und zweitens vermutet man, dass sie eine Menge Geld besitzen.
Wenn nun Ausländer sich schmuddelig kleiden (was in Thailand nur arme Leute tun) oder Touristinnen sehr freizügige Kleidung tragen (in der thailändischen Gesellschaft ein untrüglicher Hinweis auf eine Prostituierte oder Angehörige einer ähnlichen Berufsgruppe mit geringem Ansehen), so sind Thais sehr irritiert. Als Ausländer sollte man sich in Thailand also unbedingt sauber und ordentlich kleiden und auf ein gepflegtes Äußeres achten.

Kritik
Man vermeidet auch jede direkte Kritik, die zu einem Gesichtsverlust des Getadelten führt. Besonders öffentliche oder sehr persönliche Kritik führt leicht zu einer lebenslangen Feindschaft und unter Umständen zu einer sehr heftigen (gewaltsamen) Reaktion. Beleidigen kann man Thais aber auch leicht, indem man ihnen "Tipps" gibt oder ihnen erklärt, dass jemand anders etwas besser macht oder etwas besseres hat, als sie selbst. Jegliche negative Äußerung über Land und Menschen unterlässt man besser, denn Thais sind es gewohnt, sehr darauf zu achten, dass sie durch Äußerungen niemanden auch nur im entferntesten verletzen. Verstößt jemand gegen diese Regeln, so bringt sie das leicht aus dem Takt und sie reagieren möglicherweise ungehalten. Man schmeichelt anderen auch viel lieber, als ihnen eine (negative) Wahrheit zu sagen und damit die herrschende Harmonie zu zerstören.

Unbeherrschtheit

Jede Form der Unbeherrschtheit, etwa in Form des ständigen Nörgelns über alles und jeden, des öffentlichen Austragens von Konflikten oder eines Wutausbruchs, führt unweigerlich zu einem Ansehensverlust der betreffenden Person. Die buddhistische Lehre fordert in jeder Lage eine maßvolle Reaktion. Ebenfalls dem Buddhismus geschuldet ist die ausgeprägte Bereitschaft der Thais, die Fehler anderer zu vergeben, wenn diese darum bitten. Auch als Tourist sollte man daher nicht vergessen, sich für kleinere oder größere Fehltritte umgehend zu entschuldigen, denn dies ist ein wichtiges Element des täglichen Umgangs.

Einige weitere Punkte:
  • Die Thais sprechen sich grundsätzlich beim Vornamen an, niemals mit Familiennamen. Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie mit Ihrem Vornamen angeredet werden, z.B. mit Mr. Frank. Dem Vornamen wird im Thai bei der Anrede die Silbe "Khun" vorangestellt.
  • Man begrüßt sich nicht mit Handschlag, statt dessen legt man seine Handflächen vor der Brust aneinander und verbeugt sich. Diese Begrüßungsform nennen die Thailänder den "Wai".
  • Touristen sollten damit sparsam umgehen, man kann sich leicht damit lächerlich machen, da es feste Regeln gibt, in welcher Höhe die Hände, bei welcher Person zu sein haben. Falls Sie z.B. ein Kind mit einem "Wai" begrüßen, hat dieses sicher alle Lacher auf seiner Seite - da dies absolut unüblich ist. Wenn "Wai“, dann nur bei älteren Leuten und Respektspersonen. Bei der Begrüßung von jüngeren Thais mit Ausländern ist in städtischen Gefilden der Handschlag, sowieso üblich geworden.
  • Man sollte keinen Thai an den Kopf fassen (auch Kindern nicht über den Kopf streicheln!). Das ist Tabu, weil der Kopf der Sitz des Kwan (des persönlichen Geistes) ist.
  • Füße gelten als unrein und unwürdig. Es gilt als beleidigend, beim Sitzen die Füße in Richtung einer Person zu strecken oder beim Stehen mit dem Fuß in Richtung einer Person zu zeigen.


Im Tempel und bei einem Thai zu Hause
  • Vor dem Betreten eines Tempels sollte man immer die Schuhe auszuziehen.
    Es ist in Thailand zudem allgemein üblich, im Haus keine Schuhe zu tragen (bezogen auf die Einheimischen). Wobei man sagen muss, dass dies, je ländlicher die Gegend ist, je mehr beachtet werden sollte, wenn man bei Thais zu Besuch ist.
  • Bei einem Besuch religiöser Stätten ist in Bezug auf die Kleidung und das Benehmen die gleiche Rücksichtnahme, wie überall auf der Welt geboten. Strandkleidung ist hier fehl am Platze. Die Beine sollten bedeckt sein. Buddhistische Mönche, Buddhastatuen und andere religiöse Symbole, sollten mit dem gebührenden Respekt behandelt werden. Dabei sollte der Kopf einer gewöhnlichen Person, niemals den Kopf eines buddhistischen Mönches überragen. Touristen wird dieses (Fehl)Verhalten allerdings selten übel genommen, da man voraussetzt, dass dies einem „Farang“ (thailändische Bezeichnung für Ausländer) nicht bekannt ist.
  • Frauen dürfen buddhistische Mönche nicht berühren (und umgekehrt) und ihnen auch nichts in die nackte Hand geben.
  • Die Schilder respektieren, auf denen steht, was man nicht machen sollte (Fotografieren zum Beispiel, oder manchmal darf man auch als Frau nicht in einen Tempel oder ähnliches).
  • Mönche, sollte man fragen, ob man sie fotografieren darf.
Essen und Restaurantbesuche
Das Essen ist eine der absoluten Lieblingsbeschäftigungen der Thais. Bedingt durch das schier unendliche Angebot an Zutaten ist die thailändische Küche unglaublich abwechslungsreich und wohlschmeckend, für den europäischen Gaumen aber oft auch ziemlich scharf. Traditionell isst man mit Daumen, Zeigefinger und Ringfinger der rechten Hand, die linke Hand gilt als unrein und darf nicht benutzt werden. Man formt dabei ein Reisbällchen, mit dem man dann die anderen Gerichte aufnimmt. Besonders in den größeren Städten werden aber immer öfter Löffel und Gabel gereicht. Essstäbchen, die man vielleicht erwarten würde, bekommt man nur ganz selten, zum Beispiel zu Nudelgerichten oder zur thailändischen Nudelsuppe.
Wenn man es sich leisten kann, geht man gerne ins Restaurant. Am liebsten nimmt man die Familie oder möglichst viele Freunde mit. Da man sich nicht die Mühe machen will, alles auseinander zu dividieren, wird die Rechnung von einer Person übernommen. Wenn ein Ausländer dabei ist, von dem man selbstverständlich annimmt, er sei reich, geht man häufig davon aus, dass dieser für alle bezahlt. Zeigt man sich beim Restaurantbesuch knausrig, so sinkt man zwangsläufig in der Gunst des Personals. Ein Trinkgeld in Höhe von 10% des Rechnungsbetrags sollte man schon mindestens geben.
Thais sitzen normalerweise auf dem Boden. Wenn man Glück hat, wird einem als Ausländer ein Stuhl oder ähnliches bereitgestellt.
Geschenke erwartet man nur zu besonderen Anlässen, wie Geburtstag etc. Sachgeschenke sollten möglichst ansprechend verpackt sein, Geld steckt man in einen Umschlag. Das Geschenk wird mit beiden Händen überreicht, der Beschenkte legt es dann beiseite. Sofort die Verpackung aufzureißen gilt als gierig. Die ausgeprägte thailändische Gastfreundschaft gebietet es, dass der Gast mit allem möglichem Ess- und Trinkbarem versorgt wird.

Korruption und Geschäftswelt
Als Tourist wird man seltener mit der allgegenwärtigen Korruption konfrontiert werden. Will man jedoch in Thailand Geschäfte machen, so wird man bald feststellen, dass vieles plötzlich besser läuft, wenn man seinem Geschäftspartner gewisse Gefälligkeiten in Form von großzügigen Einladungen oder Geschenken erweist. Besonders im thailändischen Geschäftsleben darf man bei Angestellten oder Partnern leider nicht unbedingt mit Fleiß, Loyalität, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit rechnen. Die buddhistische Lehre fordert zwar die meisten dieser Tugenden, die jedoch häufig einem kurzsichtigen Materialismus und einer weit verbreiteten Vergnügungssucht geopfert werden. Überhaupt liebt man übermäßig kritische, tiefsinnige Diskussionen nicht besonders.
Man pflegt lieber das heitere, amüsante Gespräch. Ganz im Gegensatz zu unserer, erst recht aber zu mancher asiatischen Kultur, ist der Tod jedoch ein Thema, mit dem man sehr ungezwungen umgeht und absolut kein Tabu. Man scheut sich auch keineswegs, anderen sehr persönliche Fragen nach dem Alter, Familienstand oder Einkommen zu stellen.

Der Umgang mit der königlichen Familie Thailands
Vermeiden Sie jede kritische Bemerkung über das Königshaus. Die Königsfamilie genießt höchstes Ansehen. Jede Kritik wird schnell als Majestätsbeleidigung aufgefasst, und das kann für einen Ausländer sehr schnell sogar eine Gefängnisstrafe zur Folge haben.
Hier eine Liste möglicher Vergehen:
  • Jede "Verunstaltung" oder bewußte Beschädigung eines Königs(ab)bildes gilt als Majestätsbeleidigung, auch die Beleidigung eines Mitglieds der königlichen Familie. Majestätsbeleidigung (Lese Majeste) ist in Thailand strafbar (Gefängnis)! Da wird auch vor Touristen keine Ausnahme gemacht. Beispiele:
  • Keine Geldscheine oder Briefmarken zerreissen, oder in einer herablassenden Art behandeln, da diese das Abbild des Königs zeigen
  • Keine öffentlichen Bilder oder Poster der königlichen Familie verschmieren, oder verändern oder vor diesen Unfug irgendwelcher Art zelebrieren
  • Nicht vor einem Abbild der königlichen Familie urinieren, oder die Notdurft verrichten
  • Ein weiteres einfaches Beispiel, bei dem schon so mancher Ausländer viel Ärger bekam, ist der Kino Besuch in Thailand. Vor jedem Film gibt es einen Beitrag über die königliche Familie, der ca. 2 Minuten dauert. Bei diesem kurzen Filmbeitrag wird erwartet, dass der Zuschauer, seiner Majestät seinen Respekt durch Aufstehen, erweist. Unterbleibt dieses, kann der Zuschauer wegen Majestätsbeleidigung verhaftet werden, Gefängnis und / oder Geldstrafen drohen. Wem dies unglaubwürdig erscheint, der sei an dieser Stelle deutlich gewarnt, nicht mit den Thailändischen Gebräuchen und Sitten zu spielen.
  • Heiligtümer, die mit der Monarchie in Beziehung stehen, dürfen nicht fotografiert werden.
Quellen:

Leider NICHT von mir, sondern nach:

  • KulturschockThailand – von Rainer Krack- Reise Know-How Verlag Rump

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02.09.2009, 18:59

Thailand Knigge

Schöner Bericht ! andere Länder,andere Regeln und Sitten ..........
Die heutige Zeit fordert Mobilität und Flexibilität. Es liegt so nahe , in weit entfernte Länder zu reisen.Gutes Benehmen, Einfühlungsvermögen in die Gebräuche und Fingerspitzengefühl bei den kleinen Unterschieden sind wichtige Voraussetzungen für einen angenehmen und erfolgreichen Aufenthalt im Ausland.
)M(IC
Viele Grüße Euer Feinschmecker
Probiere jeden Tag etwas Neues aus ! Schließlich wurde uns das Leben gegeben um es zu entdecken , und ewig dauerts nun mal nicht .
Ruth Gordon

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02.09.2009, 19:11

Thailand-Knigge

Zum Beispiel im Flugzeug ....................
Ein gelungener Start: Eine kurze Begrüßung des Sitznachbarn gehört auch zum guten Ton . Haltet Euch beim aufstehen nich am Vordersitz fest. Das Klatschen bei der Landung ist generell nicht nötig! Tür und Tor öffnen ein paar einfache Worte in der Landessprache wie Danke, Bitte, Guten Tag, Auf Wiedersehn oder Entschuldigung, die man sich noch während des Fluges aneignen kann, ist doch kein Hexenwerk ! oder...............
:wseufzer: :wseufzer: :wseufzer: :wseufzer:
Viele Grüße Euer Feinschmecker
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02.09.2009, 20:54

Hallo Dieter

Ein guter Bericht, der wohl nicht nur für Thailand gilt.

Es wäre schön wenn sich die Touristen überall wie Gäste benehmen.

Lg Siggi
In der Fremde erfährt man mehr als zu Hause.
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03.09.2009, 03:19

Toller Bericht! Schöne Zusammenfassung: Informativ, knapp und "auf den Punkt" gebracht.
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein

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03.09.2009, 10:31

Knigge

Man sollte aber NICHT immer davon ausgehen, dass alles was im Westen als höflich gilt, auch in anderen Ländern als höflich gilt.

Zum Beispiel winken wir mit dem aufwärtsgebogenen Zeigefinger jemanden heran - dies gilt in Südostasien als ausgesprochen rüde und unhöflich und wird nur bei Hunden benutzt. Dort dreht man die Hand, Finger nach unten und winkt dann mit allen Fingern (sieht dann so aus, als ob man die Finger auf und zu macht).
In Java gilt das einfache Händelschütteln als nicht sehr höflich - man umfasst dort die Hand des Anderen mit beiden Händen und schüttelt sie (alles andere gilt als halbherzig).
Und da gibt es einige Beispiele...

Aber:
in der Regel wird so ein Fauxpas bei Touristen gerne übersehen, vor allem dann, wenn man lächelt (Lächeln hilft in Asien immer). Einzige Ausnahme nach meiner Erfahrung ist in Thailand ein Verstoß gegen die guten Sitten, wenn es Mönche oder Königshaus (speziell den König) betrifft - hier können die Thais schnell unfreundlich werden. Auch bei betrunkenen Thais sollte man immer auf äußerste Höflichkeit achten oder - wie die anderen Thais - immer größeren Abstand halten: betrunkene Thais sind häufig recht aggressiv.



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20.09.2009, 06:51

Kleidung

In den letzten Monaten werden Touristen immer häufiger davor gewarnt, rote oder gelbe T-Shirts zu tragen. Rot ist die Farbe der Demokratie-Bewegung (deren gewählte Regierung durch illegale Mitteln von Königshaus, Opposition, Militär und Gerichte gestürzt wurde), gelb ist die Farbe der PAD (der jetzigen Regierung, deren Unterstützer im Vorjahr den internationalen Flughaufen Bangkoks besetzt und in den Folgemonaten mehrere Menschen ermordet hatte).

Es sind schon einige Übergriffe von der jeweiligen Gegenseite gegen Personen vorgekommen, die rote oder gelbe T-Shirts tragen - mehrere Thailänder wurden schon totgeschlagen, angeblich gab es auch schon verbale Übergriffe gegen Touristen.

Also momentan: besser auf rot oder gelb verzichten
Und vor allem: sich von den Demonstrationen fernhalten, die können momentan schnell in Gewalt umschlagen (z:b. gab es gestern bei Demonstrationen in Si Sa Ket wieder einige Tote).