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  • »günterfr« ist der Autor dieses Themas

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14.01.2010, 18:40

Botswana - eine unvergessliche Safari Teil 1

Botswana September 2009 – Teil 1

Seit 2008 stand für uns fest, dass die nächste Safari uns noch Botswana führen sollte, mit dem Abschluss Victoria Fälle in Simbabwe.


Botswana ist etwa so groß wie Frankreich und Belgien zusammen, mit 1,8 Mill. Einwohner äußerst dünn besiedelt.
Der Norden Botswanas mit dem Okavango Delta, dem Moremi Wildreservat und dem Chobe Nationalpark
gilt auf Grund seiner Weite, seiner Wildnis, seiner eindrucksvollen Natur- und Tierwelt als das Juwel Afrikas.

Anders als in Kenia 2007, wo wir ebenfalls sehr eindrucksvolle Tierbeobachtungen hatten, lockte uns die „ Einsamkeit „, das Abenteuer und die Tierwelt abseits des Massentourismus.

Botswana ist eines der stabilsten Länder Afrikas, das Land profitiert von seinen
großen Diamantenvorkommen.
Devisen aus einem Massentourismus sind nicht notwendig, es besteht keine direkte Flugverbindung nach Europa.

Die Safari führte uns in das Okavango Delta und die angrenzenden Schutzgebiete.
Nach fleißigem sparen gönnten wir uns ein Vorprogramm, 2 Nächte im Linyanti Bush Camp und eine Zusatznacht in der Matetsi Water Lodge in Simbabwe.

Diesmal waren größere Vorbereitungen notwendig. Unser größtes Problem war die Foto- und Filmtechnik.
Während der Safari gibt es keinen Strom, so dass wir Ersatzakkus, Adapter für den Zigarettenanzünder und anderes Zubehör organisieren mussten. Zur Sicherheit kauften wir noch eine Digitale Outdoor Kompaktkamera, die besonders Wasser und Staub geschützt ist.
Die Technik wog am Ende 10 Kg, das hieß, andere Dinge zu Hause lassen. Durch die Flüge in Kleinflugzeugen sind
nur 20 Kg zugelassen und es wird tatsächlich gewogen.

Sehr gespannt waren wir auf die Nächte, da die Camps und Zelte nicht gesichert sind, die Tiere nachts bis unmittelbar zum Zelt vordringen.
Das Brüllen der Löwen in der Nacht, das Kichern derHyänen, die unmittelbar am Zelt sind, das Schmatzen der Hippos und die anderen Geräusche kann man nicht in Bilder fassen, es war atemberaubend.


Die einzelnen Stationen der Reise möchte ich mit diesem Bericht schildern.

06.09.09:

Um 22.40 Uhr Abflug mit AIR Namibia ab Frankfurt/Main.
Der Service im Flieger ist überraschend gut, anders als bei unseren Flug mit AIR Berlin 2007 nach Mombasa. Auch einfache afriknaische Air Lines haben ein ansprechendes Niveau. Unsere Reisetaschen wurde gleich bis Maun, der Safarihauptstadt Botswanas, „ durchgecheckt „.

07.09. 09:

Ankunft in den frühen Morgenstunden in Windhoek. Der internationale Flughafen ist überschaubar, zu
Fuß über die Rollbahn.
Natürlich alles fotografiert, obwohl eigentlich verboten, das ist eben Afrika.


Unser Lächeln ist zurück, wir haben wieder afrikanischen Boden betreten.
Mit dem „Pole, Pole“ Prinzip ( langsam und ohne Hektik ) werden wir gleich konfrontiert.

Wir sind die einzigen Transitpassagiere nach Botswana und natürlich ist der Transitdurchgang nicht besetzt.
Also suchen nach Verantwortlichen, finden und warten, und schon ist eine Stunde vergangen.
Dann klemmt noch die Tür, so dass wir durch den „Diplomatenausgang“ in den Transitbereich geführt werden.

Hier warten wir auf unseren Weiterflug nach Maun.

Dabei sehen wir voller Schrecken, wie unsere beiden Reisetaschen über die Rollbahn zu einem falschen Flieger
( nach Johannesburg ) gefahren und dort verladen werden.
Wir können es nicht fassen.
Kurze Zeit später Entspannung. Ein Mitarbeiter mit einer Art Einkaufswagen, auf
dem wieder unsere beiden Taschen stehen, fährt vom Flieger zu einer kleineren Maschine, einer Bechcraft 1900 und stellt die beiden Taschen vor dieser Maschine ab.
Das ist unser Flieger nach Maun.
Nach einer Stunde gehen wir mit 14 weiteren Passagieren über die Rollbahn zu unserem Flieger.
Das Gepäck vor dem Flugzeug muss jeder identifizieren, erst dann hebt die Maschine ab.
Das Identifizieren des Gepäcks ist eine sichere Methode.
Ein „ Nachsendung „ des Gepäcks ist eigentlich unmöglich, wenn ich auf Safari bin
und wie soll ich ohne Gepäck auf Safari gehen ??

Die Bechcraft ist ein kleines Abenteuer, altes Modell, 19 Sitze, Gepäckraum durch eine Art Sperrholzplatte abgetrennt, es zieht, ein kleiner Imbiss steht auf den Sitzen, die Klappbretter fehlen. Aber wir sind glücklich.



Nach ca. 2 stündigen Flug landen wir 13.00 Uhr in Maun.
Wir suchen vergeblich dass Fahrzeug der Maun Lodge.
Wir hatten eine Zwischenübernachtung in dieser Lodge eingeplant, um ausgeruht in das Linyanti Gebiet fliegen zu können.
Also gehe ich zu Mack Air, die Fluggesellschaft die uns am 08.09. in das Linyanti Gebiet fliegen soll.
Ich suche das Büro und finde es in der Nähe des Flughafens. Katrin wartet mit den Reisetaschen am
Flughafengebäude.
Die Mitarbeiterin von Mack Air ist sehr freundlich, ich erfahre, dass wir am 08.09. um 11.20 Uhr zum Linyanti
fliegen und nach meiner Bitte ruft sie auch in der Maun Lodge an, nach 30 Minuten ist ein Fahrzeug am Flughafen.

Wir fahren durch Maun und Erkennen sofort ein Problem Botswanas im September 2009, dass viele Wasser.

Während in anderen Ländern Afrikas Dürre herrscht, hat Botswana zu viel Wasser.
Grund dafür waren 2009 die außergewöhnlich starken Regenfälle im Hochland von Angola und im Norden Botswanas.

08.09.09:

Wir sind pünktlich am Flughafen, treffen sofort einen Vertreter von Mack Air und fliegen erstmalig mit einer kleinen Cessna.
Der Flug über Teile des Okavango Delta ist beeindruckend, kleine grüne Inseln, Wasserwege, Elefantenherden
an Wasserlöchern und diese Einsamkeit und Weite. Keine Ansiedlung, keine Fahrzeuge, keine Infrastruktur,
nur Natur und Tiere.

Das Okavango Delta ist mit ca. 16.000 qkm etwas größer als Schleswig Holstein und damit das größte Binnendelta
der Welt.
Der aus dem Hochland Angolas zufließende Okavango stellt eine einzigartige Verbindung zur Sandsavanne
der Kalahari dar.
Jährlich fließen ca. 18,5 Milliarden Kubikmeter Wasser in das Delta, um hier zu verdunsten,
nur 2 Prozent versickert. Das Gefälle ist sehr gering. Dadurch haben sich unzählige Flussarme, Inseln und eine einzigartige Natur gebildet. Nirgendwo in Afrika findet man diese Tierpopulation, ca. ein Drittel des Deltas steht als Nationalpark unter strengem Schutz.




Nach ca.90 Minuten Flug landen wir auf einem Airstrip im Linyanti Gebiet, im äußersten Norden Botswanas.




Im Teil 2 folgen unsere Pirschfahrten und Buschwanderungen im Linyanti Gebiet, einige Bilder sind schon in
der Galerie zu sehen.
Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »günterfr« (14.01.2010, 19:24)


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2

15.01.2010, 16:12

Botswana

Hallo Günter,

das war ja schon ein abenteuerlicher Beginn Eurer Reise.
Ich freue mich schon auf mehr.

Liebe Grüße Monika
Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet.

J.W.Goethe

Beiträge: 1 096

Beruf: Reiseverkehrskauffrau im Ruhestand

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3

15.01.2010, 17:15

Hallo Günter

Ein sehr guter Bericht und ich freue mich
schon auf die Fortsetzung.

Lieben Gruß
Siggi
In der Fremde erfährt man mehr als zu Hause.
Aus Tansania

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4

15.01.2010, 19:45

Hallo Günter, :)

ja das ist wirklich ein
beeindruckend schöner Bericht
und ich freue mich auch schon auf mehr. :--)

Liebe Grüße
Viktoria

Beiträge: 181

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Beruf: Büroangestellte

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5

16.01.2010, 13:31

Hallo Günter,




einnen sehr schönen Bericht und tolle Fotos hast Du uns hier präsentiert.


Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.




LG Andrea für Borussenpower