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  • »günterfr« ist der Autor dieses Themas

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28.02.2010, 20:29

Botswana - eine unvergessliche Safari Teil 4


Botswana - eine unvergessliche Safari Teil 4
Von Nxabega zum Moremi Wildreservat fliegen wir mit einem Kleiflugzeug und landen auf dem
Air Strip der Khwai River Lodge.


Mit unseren Guides fahren wir mit einem neuen Toyota Landcruiser zum North Gate des Reservates.
Im September 2009 führte der Khwai River außergewöhnlich viel Wasser, welches
aus dem Delta drückte. Die ca. 2 km Fahrt zum North Gate war verbunden mit
vielen Wasserdurchfahrten, der stark motorisierte Geländewagen mit seiner hohen
Bodenfreiheit war absolut notwendig.




Am North Gate die üblichen Formalitäten und wir fahren zu einem reservierten HATAB (Hotel und Tourismus
Assoziation Botswana) Camp Site, ca. 20 Km östlich des North Gate, auf einer Lichtung eines Mopane
Waldes im Moremi WR.



Unsere Zelte sind schon aufgebaut, so dass wir unseren ersten Game Drive starten.
Während unserer 3 Tage im Moremi WR gelangen uns spektakuläre Tierbeobachtungen.

12.09.09.
Ein Leopard liegt zwischen den Büschen an einem Leberwurstbaum neben ihm ein frischer Riss,
ein Impala

Der Leopard, ein weibliches Tier, atmet schwer, er sieht immer zum Baum.
Wir spüren förmlich, wie er die Beute auf den Baum schleppen will. Nach ca. 30 Minuten klettert er
allein auf den Baum, die Beute lässt er am Boden liegen. Die Hoffnung zu sehen, wie er das
Impala auf den Baum schleppt, gaben wir auf.





Wir fahren weiter und entdecken nach ca. 1 km den nächsten Leoparden.
Dieser liegt alle vier von sich gestreckt auf einem Ast und beobachtet die vor ihm
grasenden Moorantilopen. Ein Baumhörnchen gibt aufgeregt ständig warnende Laute
von sich, die Moorantilopen sind sehr
nervös. Unsere Guides erklären uns, dass der Leopard ein junges Männchen ist
und die Moorantilopen gewarnt sind.

Es ist ungewöhnlich, zwei Leoparden auf so engem
Raum zu sehen, unser Guide vermutet, dass es sich um Mutter und Sohn handelt,
was am nächsten Morgen auch bestätigt wird.


13.09. :
Mit dem Sonnenaufgang geht es wieder auf Game Drive. Zuerst sehen wir eine Giraffe,
die die Vorderbein abgeknickt, am Khwai River trinkt. Diese Beobachtung ist
sehr selten, da Giraffen in dieser Haltung wenig wehrhaft und deswegen sehr
vorsichtig und nervös sind.

Wir suchen die Leoparden von gestern, als unsere
Guides die Warnrufe der Impalas und Moorantilopen hört.

Und dann sehen wir in der unteren Gabel einer
großen Akazie einen Leoparden mit seinem frischen Riss, einer Moorantilope. Das
Licht für Fotos ist in den frühen Morgenstunden hervorragend, uns stehen äußerst
leise eine Stunde ca. 8 Meter von diesem Leoparden und seiner Beute entfernt.
Für uns ist überraschend, wie systematisch das Raubtier vorgeht. (nach
Erklärungen unserer Guide ist es ein ausgewachsenes männliches Tier).

Nach abreißen des Fells, öffnen er die Bauchdecke
mit dem Zerbeißen der Rippen. Danach arbeitet sich der Leopard zu den Innereien
vor und frisst diese als erstes.

(Fotos dazu in der Galerie)
Auch dieser Leopard unternahm mehrere Versuche, um seine große Beute weiter auf den
Baum zu ziehen, was aber nicht gelang. Er legte sich dann satt gefressen auf
einen Seitenast, seine Beute im Blick.

Wir fuhren dann weiter entlang des Khwai Rivers.
Dabei sahen wir Pelikane, ein seltsames Duo, bestehend aus einem Nimmersatt und
einem Löffler, und viele Impalas und Moorantilopen.

Wir fanden auch unsere beiden Leoparden von gestern, das Impala bzw. die Reste davon lagen
noch immer am Boden, aber abgedeckt
durch Laub und Erde. Der Geruch soll keine anderen Räuber anziehen, clever
diese Leoparden.

In den Wipfeln des Leberwurstbaumes saßen Mutter und Sohn Leopard und sahen auf uns herab, ein toller Anblick.
Nach einem Zwischenstopp an einem wunderschönen,
kleinen See – Hippo Pool -, wo wir von einem Hochstand Hippos und Warane beobachteten und die Landschaft genossen, fuhren wir zurück zum Camp.

Neben vielen Wasservögeln, wie den farbenprächtigen Sattelstorch oder den
Scharlachspint, sahen wir auch Hornraben, die in ihrer typischen Reihenform stolz durch
das Unterholz liefen.

Im Camp genießen wir nach einem ausgiebigen Brunch die Ruhe und Einsamkeit.
Wir sitzen neben dem Zelt, die Füße auf einem
alten Baumstamm, hören die Insekten, das Rauschen des Windes, das Fallen der
Blätter und in der Ferne das Trompeten der Elefanten.

Um 16.30 Uhr geht es wieder auf Pirschfahrt.
Diesmal fahren wir in eine komplett andere Richtung. Neben vielen Antilopen
sehen wir in einem großen Tümpel ein Hippo, was sich mehrmals dreht, so dass
die Füße nach oben „ stehen „. Bis dahin wussten wir nicht, dass Hippos dies machen.


14.09.09
In dieser Nacht haben wir noch weniger geschlafen als sonst. Zuerst trompeten in der Nähe mehrmals Elefanten.
Als sie vorbeiliefen, hörten wir die Äste knacken.

Dann schrieen Hyänen, ihr kichern war sehr nah.
Gegen 05.00 Uhr hörten wir eine Hyäne am Küchenzelt. Unser Adrenalin spiegel
war hoch, zwischen der Wildnis und den Tieren war nur unser Zelt.

Gegen 05.30 Uhr aufstehen, beobachten des Sonnenaufganges und nach einem
ausgiebigen Frühstück verließen wir gegen 07.00 Uhr unser Camp. Über das North
Gate fuhren wir entlang des Khwai Rivers mit seinem vielen Tümpeln und seiner
eindrucksvollen Landschaft zum Mababe Gate des Chobe Nationalparks. Diese Piste
gehört zu den landschaftlich schönsten im Norden Botswanas.

Durch den hohen Wasserstand und den später
folgenden Tiefsandstrecken ist sie aber nicht einfach zu befahren.

Nach ca. einer Stunde Fahrt entdeckten wir auf
einer Freifläche ein Rudel Löwen, vier weibliche Tiere, die abwechselnd
fressend an ihrem Riss, einer Giraffe lagen.

Unser Guide erklärte uns, dass die Giraffe in
der Nacht von den Löwen gerissen wurde. Die Löwen hatten entsprechend ihrer
Rangordnung eine genaue „Fressfolge“, auch sie fraßen zuerst die Innereien, so
dass die Giraffe „ausgehölt“ da lag.




Gegen 12.00 Uhr erreichten wir das Mababe Gate
und fuhren in den Chobe Nationalpark in den Bereich Savuti.



Über Savuti und den Chobe Nationalpark berichten
wir im Teil 5.






Günter

Ralfsen

Meister

(10)

Beiträge: 37

Wohnort: Berlin

Beruf: Division Manager

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2

01.03.2010, 21:39

...einen wirklich ausführlichen und informativen Beitrag hast Du hier eingestellt! :thumbup:

...gefällt mir sehr gut - vielen Dank!

Viele Grüße
Ralf

Beiträge: 1 096

Beruf: Reiseverkehrskauffrau im Ruhestand

Renommeemodifikator: 17

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3

04.03.2010, 21:23

Klasse, wie immer habe ich den Bericht mit viel Interesse gelesen und

die Bilder dazu wie immer Spitze.

Lg Siggi
In der Fremde erfährt man mehr als zu Hause.
Aus Tansania