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20.06.2010, 09:41

Quer durch Alaska und Yukon

So ihr Lieben, es ist soweit - ich bin LEIDER wieder zurück von der großen Reise und hab viele Bilder und Erlebnisse mitgebracht :-)

6430 km quer durch Alaska und Yukon mit dem Wohnmobil liegen hinter uns - und viele neue gefüllte Gigabyte mit Fotomaterial nun auf meiner Festplatte! Werde in den nächsten Tagen ein paar Episoden in Wort und Bild einstellen...

Euer 97erspeedy

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20.06.2010, 09:58

Der Countdown läuft... noch eine Woche bis zum Start

Mein Schatz ist den lieben, langen Tag in Gedanken beim Koffer packen. Nicht, dass wir uns damit nicht auskennen würden, aber 4 Gepäckstücke mit 23 kg zu füllen, scheint logistisch große Überlegungen notwendig zu machen. Schließlich landen Dinge im Koffer, die sonst nicht mitreisen. Dazu gehört z.B. das Fernglas, mit dem wir hoffentlich viele Wildtiere beobachten können. Aber auch für das Wohnmobil gilt es schon von hier aus einige Kleinigkeiten mitzunehmen.

Die Abwesenheitsvertretung zur Pflegung meines Privatdschungels zu Hause ist organisiert. Rückschläge gibt es auch zu verkraften - bei der Digicam hat es einen Kurzschluß gegeben (Dinge, die man vor einem Urlaub ÜBERHAUPT nicht braucht) und ich plage mich seit dem letzten Tauchen mit einer Mittelohrentzündung herum.

Motto: Es gibt noch viel zu tun, packen wir es an! :-)

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20.06.2010, 10:26

Abflug...

Unser Chauffeur :-) steht pünktlich um 7 Uhr vor der Tür und wir kommen staufrei zum Frankfurter Flughafen. Auf unserer Bordkarte vom Vorabendcheckin steht 09:00 Uhr Boarding und wir beschließen noch ausgiebig zu frühstücken - man weiß ja nie, wann man mal wieder was bekommt :-). Zwanzig vor 9 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zum Gate, als plötzlich der Flug LH 2066 nach Whitehorse/Anchorage aufgerufen wird. Alle Passagiere werden umgehend zum Flugsteig gebenten. Na toll - wir stehen in einer schier endlosen Schlange vor der Passkontrolle... Das Flugzeug startet doch erst 10.15 Uhr - beruhigen wir uns! Aber trotz aller Bemühungen - der Adrenalinspiegel steigt, wir wollen ja den Flieger nicht verpassen. Bekanntermaßen kommt einem die Zeit unglaublich lang vor, wenn man ungeduldig auf etwas wartet...

Kurz nach 9 Uhr haben wir dann die Passkontrolle passiert und hetzten in Richtung Gate - das gefühltermaßen am anderen Ende des Flughafens liegt. An der Sicherheitskontrolle ist die Schlange sichtlich kürzer und wir sehen andere Passagiere, die ebenso abgehetzt hier aufschlagen. Am Gate herrscht erstaunliche Ruhe - die Hektik kommt von weiteren Reisenden, die nach uns außer Atem hier ankommen. Fragen wir also das nette Bodenpersonal, was hier der Anlass für den Stress ist - siehe da, man sucht 1! Passagier und bringt somit ALLE Passagiere zu sportlichen Höchstleistungen auf der Reise zum Gate. :-)

LETZENDLICH STARTEN WIR GUT 40min SPÄTER ALS GEPLANT ;-)

Das Personal im Flieger ist wohl zu Scherzen aufgelegt - es gibt noch freie Plätze in der Business Class - zum Schnäppchenpreis von läppischen 750 € p.P. Über den Wolken muss die Beinfreiheit dann doch nicht grenzenlos sein - nicht für zusätzliche 750 €. :-) Wir fliegen über Island (sehen keinen rauchenden Vulkan) und schließlich an die Ostküste von Grönland. Der Himmel ist Wolkenfrei. Nur das Bullauge zu meiner linken ist sehr ungünstig mit Eisblumen zugewachsen. Zeit für Reiseplanung in 10.500 Metern Höhe. Über den Northwest Territories wieder super Sicht - Fenster immer noch zugefroren :cursing:

Nach der Landung und dem gemütlichen Einreiseprozedere auf dem Flughafen in Whitehorse (Flughafen ist wohl echt zuviel gesagt - Landebahn mit Haus tut es auch :-)) fahren wir mit dem Taxi zur Vermietstation, wo wir unser Wohnmobil in Empfang nehmen. Danach gehts zur Besichtigung von Downtown Whitehorse und in den Supermarkt (eine Story für sich:)

Wir wollen fortschrittlich sein und gehen mit unserem Einkauf zur Selbstscann-Kasse. Diese ist sehr eigenwillig, wie wir feststellen müssen. "Please put the item in the bag!" Mit dem Satz und einer weiblichen Computerstimme bringt mich dieses Ding fast zur Weißglut. Aber: irgenwann haben wir das Prinzip verstanden. Während dieses Ding einen Artikel scannt, wiegt sie ihn auch. Und genau dieses Gewicht muss schließlich in dem weißen Plastiktütchen landen, dass wir später mitnehmen wollen. Darunter ist auch eine Waage platziert und so weiß die Kasse, dass wir nicht besch....!

Whitehorses Highlights kommen auch noch zum Tagesprogramm - die Fish Ladder, wo Fische einen Damm überqueren und ein altes, trockengelegtes Schiff - die Kondike. Auf der Fahrt zu einem Viewpoint gibt es das erste wilde Tierchen der Reise zu bestaunen - ein kleiner Fuchs, der seiner Mama hinterherflitzt.

Müde platzieren wir das Wohnmobil auf einem staatlichen Campingplatz und ziehen alle Vorhänge zu - denn die nächsten Wochen gibt es hier keine/kaum Dunkelheit bei 21 h Tageslicht.

bild 1: kleiner Fuchs
Bild 2: unser WoMo
Bild 3: Miles Canyon bei Whitehorse
Bild 4 + 5: Grönland aus 10000 m Höhe
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  • little Fox.jpg
  • Motorhome 1.JPG
  • Miles Canyon 1.JPG
  • 027.JPG
  • 033.JPG

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20.06.2010, 18:30

Hallo Tina !

Wieder zurueck ? Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht ...

Ich hoffe, Ihr hattet einen wunderschoenen und unvergesslichen Aufenthalt !

Werde Deine Berichte mit Spannung verfolgen !

Vielen Dank auch fuer das Einstellen der fantastischen Aufnahmen ... erinnern sie mich doch an viel Erlebtes !!

Auf bald und viele Gruesse aus Montréal, Juergen

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20.06.2010, 19:01

Schöner Bericht über Alaska.

Aber bitte: schreib nicht LILA auf SCHWARZ, das liest sich recht schlecht...


YaWo

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21.06.2010, 14:58

... beim Koffer packen. Nicht, dass wir uns damit nicht auskennen würden, aber 4 Gepäckstücke mit 23 kg zu füllen, scheint logistisch große Überlegungen notwendig zu machen !!

Das waren noch Zeiten, Tina !

Nach einem Jahr Abstinenz komm' ich naechste Woche wieder nach D zu Besuch ... und siehe da, fuer das Freigepaeck gibt es neue Regelungen ! Hab' nicht schlecht gestaunt ...

Innerhalb Europas 1 x 23 kg koennte ich ja gerade noch verstehen ...

Aber bei Langstrecken ? Nicht nachvollziehbar ...

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21.06.2010, 16:44

Whitehorse - Haines Junction

Bei der Reiseplanung hatten wir eigentlich eine andere Strecke vorgesehen. Wir wollten mit der Fähre von Skagway nach Haines fahren. Aber da uns der Fahrplan und der Preis nicht so "geschmeckt" haben, haben wir umgeplant. So sollte die heutige Strecke von Whitehorse zunächst nach Carcross - wieder zurück nach Whitehorse und dann nach Haines Junction gehen. Wegen der Zeitumstellung und des anhaltenden Tageslichtes sind wir schon kurz nach 5 Uhr wach und starten in den Tag. Zwischen Whitehorse und Carcross liegen ungefähr 70 km auf dem Klondike Highway. Am Wegesrand liegen kurz vor Carcross der Emerald Lake (mit einer tollen Farbe) und die liebevoll "kleineste Wüste der Welt" genannte Carcross Desert.

Carcross selbst, eigentlich Caribou Crossing, ist ein sehr kleiner Ort in einer zauberhaften Landschaft. In der Touristeninformation und in der Post kann man sich hier für seinen Pass einen Stempel abholen (mit Caribous natürlich). Wir stoppen auch am Bove Island Viewpoint, kurz hinter Carcross und genießen den Ausblick bei Sonnenschein.

Anschließend treten wir die Fahrt zurück nach Whitehorse an und können die Sichtung von 2 Schwarzbären verzeichnen. :D

Wieder in Whitehorse eingetroffen machen wir aus dem Wohnmobil einen Supertanker - da passten 150 Liter rein (soviel tankt man gott sei Dank für gewöhnlich nicht :whistling: ). Der Tankstellenwart, der keinen Blick auf den Wagen hatte, kommt irgendwann ungläubig aus seinem Häuschen - hat sich wohl gewundert, wo die vielen Liter hinfließen :) . Anschließend geht es weiter über den Alaska Highway in Richtung Haines Junction.

In der Milepost - dem wichtigesten Reiseführer in Alaska und Yukon - ist als schöne Strecke nebenbei, die Straße zu den Otter Falls erwähnt. Kurze Überlegung und wir entscheiden uns für den Abstecher... Die Straße ist aber ungeteert und löchrig, sodass das ganz Wohnmobil ziemlich durcheinandergeschüttelt wird. Die Otter Falls erscheinen mir jetzt auch nicht sooooo überragend, als das ich diesen Abstecher für sinnvoll erachte. Aber: es war ein Erlebnis und das Wohnmobil innen nach dieser Teilstrecke genauso staubig wie außen :cursing: .

Ein kurzer Stop in Haines Junction und wir fahren noch ein Stück weiter in Richtung Tok (Alaska) und entscheiden uns für einen Campground am Kluane Lake. Der Highway führt sehr schön am See entlang, als wir ein Wendemannöver einlegen "müssen", weil wir einen Lux entdeckt haben. Wir pirschen uns ran und beobachten den Burschen kurz mit dem Fernglas. Ein sehr schönes Tier! Aber ein Highlight jagt hier ja das nächste und so treffen wir kurz vor dem Campground am Straßenrand den 1. Grizzly. Genüßlich knabbert er an ein paar Pflanzen und schenkt uns keine Beachtung. Ich finde solche Begegnungen unbeschreiblich!

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21.06.2010, 18:17

Alaska

SUPER !!! interessant dort im Norden war ich noch nie . Bin schon gespannt auf mehr- die Fotos sind ebenso wunderbar geworden!! Liebe Grüssse Dorothee
Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

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24.06.2010, 10:40

Kluane Lake - Glenallen

Der Tag startet wieder sehr früh - aber das kennen wir ja bereits ;) . Kurz nach der Abfahrt treffen wir gleich 2 Grizzlybären, die über die Straße huschen und ich stelle fest, dass ich den Fotoapparat noch nicht 100% einsatzfertig hatte (noch etwas verschlafen heute morgen :| ). Das Wetter wechselt während des Tages von schön zu schaurig. Am späten Vormittag erreichen wir die Grenze zu den Vereinigten Staaten und sind viel zu ehrlich... "Ja Officer - wir haben Obst dabei" und prompt wechseln zwei schöne Orangen die Besitzer... Das Land wird nach dem Grenzübertritt flacher und überall am Highway wird gearbeitet (dringend notwendig).Wir halten nach Ausschau nach Elchen (weil uns die Milepost dies ankündigt) - bekommen aber leider keine zu Gesicht. Wir sehen dafür aber 2 große Eulen und ein paar Weißkopfseeadler. Mittags erreichen wir Tok, wo wir eigentlich übernachten wollten. Wegen der Zeitumstellung (Alaska ist noch eine Stunde früher dran) entscheiden wir uns dann doch noch weiter zu fahren, Tok hat abgesehen davon auch nicht so viel zu beiten. Kurz auftanken, Car wash und Reserven auffüllen, weiter gehts. Wir entscheiden uns für einen Campingplatz bei Glenallen und parken ganz idyllisch am Fluß, nehmen eine heiße Dusche und gehen so spät wie möglich ins Bett.
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24.06.2010, 14:13

Zu Beneiden

Hallo Tina

Ein kleines bisschen beneide ich Dich um die schöne Reise.
Vielleicht komme ich da auch noch hin. Es ist ja landschaftlich ( nach Deinen Bildern )eine Reise wert.
Sehr gut Dein Bericht und die Bilder dazu. Kompliment.

Lieben Gruß
Siggi
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25.06.2010, 11:37

Glenallen - Valdez

Um 05:20 Uhr ist die Nacht vorbei (die liebe Zeitumstellung und das nie endende Tageslicht). Es regnet heute morgen leicht und die Temperatur ist sicher einstellig - also werfen wir die Heizung im WoMo an. Kurz vor 7 starten wir dann die Tour des Tages. Über den Copper Loop fahren wir an der Pipeline entlang Richtung Süden - viele Fotostopps liegen unterwegs auf der Strecke. Kurz vor dem Mittag treffen wir das erste Tierchen. Ein kleiner Babyelch steht verlassen am Flusslauf. Bei näherem hingucken entpuppt er sich sogar als Zwilling.


Anschließend erreichen wir den Worthington Glacier. Ein kurzer Trail führt zur Gletscherzunge und anschließend nehmen wir unser Mittag mit Blick auf den Gletscher ein.


Nach dem Thompson Pass wird das Wetter sichtbar besser - wir sehen ein Stacheltier gemütlich am Straßenrand, obwohl diese Tiere ja nachtaktiv sind.

Dann geht es bergab - mit der Straße ;) .Wir sehen die Bridal Veit Falls

und die Horsetail Falls kurz vor der Ankunft in Valdez. Und anschließend folgt der Höhepunkt der Tour - 4 Grizzlys am Fluss. Da beobachten wir eine Weile, bevor wir weiterfahren.

Valdez ist sehr schön gelegen, eingeschlossen von Bergen und dem Meer. Es herrscht Ebbe.In Valdez endet die Alaska Pipeline. Dort wird das Rohöl auf Tanker verlanden - der Ort ist leider auch bekannt für die große Umeltkatastrophe 1989 - als der Öltanker Exxon Valdez mit seinem alkoholisierten Kapitän im Prince William Sound auf ein Riff auflief. 37.000 Tonnen Rohöl liefen ins Meer und schädigten nachhaltig diese einzigartige Ökosystem. Heute sind im Prince William Sound und wieder viele Meeressäuger anzutreffen.


Wir besichtigen die Stadt und machen eine kleine Wanderung, bevor wir beschließen wieder zurückzufahren, da wir morgen bis nach Seward wollen und die Strecke von hier aus sehr, sehr lang ist. Jetzt scheint die Sonne und so können wir die schöne Landschaft an der Strecke nocheinmal im Sonnenlicht sehen. Das macht auf Fotos einen wahnsinnigen Unterschied, wie ich finde.

Wir sehen die Grizzlys am Fluss noch einmal, denn sie sind immer noch da und viele Bald Eagle am Thompson Pass. Der Tage endet 18:30 Uhr wieder in Glenallen.

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25.06.2010, 13:59

Glenallen - Seward

Die Tour startet 20 vor 7 Uhr. Zunächst ist es erst neblig und dann offenbart sich ein wundervoller Blick auf den Tazlina Gletscher und Tazlina See.

Unser WoMo hat ein paar techische Probleme, ein Warnlämpchen macht uns die Fahrt nicht ganz so entspannt. Wir beschließen, da es auf dem Weg liegt, in Anchorage bei Cruise America anzuhalten. Gut, dass wir einen großen Stadtplan dabeihaben... ;)

Am Matanuska Gletscher bieten sich tolle Aussichten. Schon von weitem kann man sehen, wie sich der Gletscher seinen Weg ins Land bahnt. Ein kleiner Abzweig weist in einen ungeteerten Weg zum Gletscher. Also - Blinker links gesetzt - und über 2 Meilen Buckelpiste geht es zu einem kleinen Häuschen. Nachdem wir den Eintrittspreis entrichtet haben, dürfen wir die Schranke passieren und fahren noch einmal circa 2 Meilen bis zu einem Schotterparkplatz und stehen etwas oberhalb der Gletscherzunge. Mit Lübecker Hütchen ist ein kleiner Pfad über den Morast hinunter zum Gletscher angegeben. Wir überqueren kleine Bäche und können unter den Steinchen Eis erkennen. Wir laufen also schon direkt auf dem Gletschereis. Irgendwann endet dann der Pfad und jeder Kletterer ist auf sich allein gestellt. Unsere Schuhe haben gott sei dank ordentliches Profil und so ist das Gletschereis gut zu meistern. Herrlich kalt sind die kleinen und großen Wasserläufe, die wir überqueren, bis wir an einem See stehen und sich der Gletscher in seinen schönsten Farben zeigt. Was ein Erlebnis! Ich könnte hier stehen bleiben. Unglaublich wie diese Farbe in den Gletscherspalten aussieht. Und dazu dieser stahlende Sonnenschein.

Anschließend fahren wir mit einigen Foto-Pausen am Matanuska River entlang. In Seward angekommen suchen wir uns ein Plätzchen an der beliebten Waterfront - direkt am Wasser mit Blick auf die Berge. Unseren Ausflug für morgen mit dem Boot in den Nationalpark haben wir schon online gebucht, so reicht die Zeit für einen Spaziergang in Seward.

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27.06.2010, 21:52

Hallo Tina

Auch die Fortsetzung Deines Berichtes ist sehr gut und
die Bilder einfach Top. :thumbsup:
Lieben Gruß
Siggi
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28.06.2010, 16:28

Hallo Tina

gute Fortsetzung von Deinem Reisebericht, super Bilder :thumbsup:

YaWo

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30.06.2010, 20:51

Klasse Bericht! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
LGv Sabine :feur:

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11.07.2010, 20:37

Kenai Fjord Nationalpark Tour

Um 09:30 Uhr checken wir in Seward auf dem Boot ein und nehmen in der warmen Kabine Platz. Pünktlich um 10:00 Uhr startet der Kapitän das Boot und steuert es aus der Bucht. Am Ende der Landzunge treffen wir auf rauhen Seegang im offenen Meer. Es schaukelt wahnsinnig - aber unser Magen hält (im Gegensatz zu vielen anderen) ^^ . Das erste Highlight ist auch das schönste des Tages. Wir beobachten Orca-Wale - 4 Stück auf einmal. Alle auf dem Boot sind mucksmäuschenstill, man hört nur das Klicken der Fotoapparate und leise "ohhhs" und "ahhs". Ein Wahnsinnserlebnis.

Dann nähern wir uns dem Aialik Glacier. Je näher das Boot dem riesigen Gletscher, der bis ins Wasser reicht, kommt, desto kälter wird es. Bei der Anfahrt liegen viele Robben auf Eisschollen. Kleine Eisberge kommen uns entgegengeschwommen. Und der Kapitän fragt scherzhaft, ob wir das Ende der "Titanic" kennen. Schon ein mulmiges Gefühl, wenn das Eis gegen den Schiffrumpf treibt. Nachdem das Schiff so manövriert ist, dass wir parallel zum Gletscher stehen, bittet der Kapitän um absolute Ruhe für 15min, damit wir das Gletschereis hören können. Unglaublich, wie laut das Eis knackt. Immer wieder fallen Brocken mit einem großen Getöse ins Meer. Dann müssen wir auch schon weiter. Es gibt einen kleinen Snack für die angeschlagenen Mägen und auf dem Weg zum nächsten Gletscher wird es unruhig auf dem Boot. Der Kapitän hat einen Buckelwal ausgemacht und alles stürmt an Deck. Da diese Tiere sehr lange unter Wasser bleiben können, macht uns die Crew wenig Hoffnung, dass auch wir ihn zu Gesicht bekommen. Aber: er taucht wieder auf und ein Raunen geht über das Deck. Wir beobachten ihn eine Weile und drehen dann ab. Es geht zu den Brutplätzen von vielen Seevögeln, u.a. den Puffins, Kormoranen und Möwen. Anschließend kommen wir zu einem Felsen mit Seelöwen. Ausgerechnet in diesem seichten Gewässer wird mir schlecht, als ich durch das Fernglas schaue... 8| Ein kurzes Nickerchen und alles ist wieder gut. :whistling:

Nach der Beobachtung eines schlafenden Seeotters treffen wir in Fox Island ein. Dort gibt es ein üppiges Buffet mit frischem Lachs und einen informativen Vortrag einer Rangerin. :thumbsup: Ein kleiner Spaziergang am steinigen Strand und wir brechen wieder nach Seward auf. Der Kapitän gibt zum Besten, dass man in Alaska mit Bilderbuchwetter wie heute nachmittag nicht so gesegnet sei, daher nennen die Alaskaner die Sonne auch "Wolkenfehler" :-) .

Ein unglaublich ereignisreicher Tag mit sehr vielen Eindrücken. Man kann gar nicht sagen, welches Erlebnis das Beste des Tages gewesen ist.


Bild 1: Aialik Gletscher
Bild 2: Buckelwal
Bild 3: Fox Island
Bild 4: Orca
Bild 5: Seelöwen
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  • Aialik Glacier (13).JPG
  • Buckelwal (5).JPG
  • Fox Island (5).JPG
  • Orca's (23).JPG
  • Seelions (23).JPG

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15.07.2010, 13:02

Seward - Homer

Wieder startet der Tag sonnig! Es geht auf den Sterling Highway Richtung Homer. Gleich zu Beginn sehen wir einen Elch an einem See und am Shilak Lake mal wieder einen Schwarzbären. Von Kenai aus hat man dann einen fantastischen Blick auf die Alaska Range mit den vielen Vulkanen. Kurz vor Homer machen wir Halt an einer russisch-orthodoxen Kirche, die sich prächtig für Fotos eignet. ;)
Noch ein paar Elche am Straßenrand bevor wir in Homer eintreffen. Wir fahren bis zur Homer Split, einer Landzuge und machen einen Spaziergang. Die Lebensmittelvorräte aufgefrischt, bevor wir Homer näher erkunden. Wir beschließen dann aber, wieder ein Stück Richtung Anchorage zu fahren, damit die nächste Etappe nicht zu lang wird. Und so übernachten wir in der Nähe von Soldotna.
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  • CHURCH HDR.jpg
  • IMG_9483.JPG
  • Kenai.JPG
  • light house.JPG
  • Mooese of the day (10).JPG

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15.07.2010, 13:39

Anchorage

Es regnet heute zwischendurch öfter. Wir fahren zunächst am Turnagain Arm entlang nach Hope und wieder zurück. Schließlich halten wir am Byron und Portage Gletscher. Im angrenzenden Byronsee schwimmen riesigen Eisbrocken.

In Anchorage ist etwas shopping angesagt (ist ja die größte Stadt unterwegs), bevor wir in die Stadt fahren. Man sieht, dass die Arbeitslosigkeit hier sehr hoch ist. Wir sind es zwar aus Großstädten gewohnt, dass dort viele "Penner" anzutreffen sind - hier ist die Konzentration auf einen Fleck wirklich hoch und erschreckend. Auch viele Scheibenputzer sind unterwegs.

Anchorage an sich hat nicht viel sehenswertes zu bieten. In vielen Dokus haben wir etwas über Elche in der Stadt gesehen, treffen aber keinen. Im Bereich des Flughafens hat man bei gutem Wetter Sicht auf den Mt. McKinley - heute aber nicht. So suchen wir uns außerhalb der Stadt einen Campingplatz und planen die Tour für den kommenden Tag.
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  • Byron Glacier.JPG
  • Turnagain Arm on Hope Hwy.JPG
  • Turnagain Arm on Hope Hwy (8).JPG

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15.07.2010, 14:01

Anchorage - Denali Nationalpark

Tja - da hilft auch relativ gutes Wetter nicht - der höchste Berg der USA versteckt sich, so gut er kann. Wir kommen an einigen guten Aussichtspunkten vorbei - aber wie man sieht: sieht man nichts. :S Naja, er ist nun mal nur an wenigen Tagen auch zu 100% sichtbar und vor uns liegen ein paar Tage mit der Möglichkeit auf Blickkontakt ;) . Die Strecke zum Park ist sehr sehenswert, muss man sagen. Kurz vor dem Ziel: EINE VOLLBREMSUNG WEGEN EINEM BIEBER! Wir hatten schon so lange gehofft, mal einen zu sehen und hier spaziert er einfach so über die Straße, um von der anderen Seite Holz zu holen. Natürlich hatte ich die Kamera nicht gleich zur Hand...

Gegen 16 Uhr treffen wir am Eingang des Denali Nationalparks ein und begeben uns gleich zum Visitor Center. Obwohl der Wetterbericht für die kommenden Tage 60% Regenwahrscheinlichkeit und starke Bewölkung vorhersagt, buchen wir für morgen den early bus zum Wonder Lake (11 h Rundtrip). Ein kleiner Spaziergang an den Souvenierständen und plötzlich schüttet es wie aus Eimern, obwohl die Sonne strahlt und wir keine Wolke entdecken können. Seltsam und beeindruckend!

Wir buchen uns für die nächsten Tage auf dem Denali RV Park ein, ein wenig außerhalb des Parkeinganges und entscheiden uns außerdem für ein Abendteuer-Paket am übernächsten Tag. Wir hatten sowieso geplant, hier am Rande des Denali zu raften, nun kommt noch eine Quad-tour dazu. Das Rafting hier soll eine neue Erfahrung sein - das erste Mal WHITEWATER. :--) Wir sing gespannt wie die Flitzebogen und gehen früh zu Bett, weil der Wecker auf 04:00 Uhr steht. 0000009
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  • IMG_9555.JPG
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15.07.2010, 16:45

Schöner ausführlicher Bericht, gute Fotos

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