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admin

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  • »admin« ist der Autor dieses Themas

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1

15.09.2011, 09:12

Jerusalem, Teil 2

Die Faszination von Jerusalem, kommt (für mich) von ihrer Vielschichtigkeit.
Zunächst wäre da der Kulturhistorische Aspekt:
Die Stadt wurde 1800 vor Christus erstmalig erwähnt, bei Ausgrabungen sogar menschliche Spuren entdeckt, die ca. 5000 Jahre alt sein könnten.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie viele Male von unterschiedlichen Herrschern eingenommen.
So gab es die
--- Umayyadische Herrschaft
--- Abbasidische Herrschaft
--- Fatimidische Herrschaft
--- Seldschukische Herrschaft
--- Römische Herrschaft
und die längste Periode unter Osmanischer Kontrolle (1516-1917!).
Fast alle Herrscher haben bautechnische Veränderungen an der Stadt vorgenommen, die sowohl Ausbau, als auch Zerstörung zur Folge hatten.
Viel dieser Perioden kann man heute noch in der Stadt entdecken.
So ist Jerusalem mit ihrer komplett erhaltenen Stadtmauer, der Altstadt mit der Zitadelle und den unzähligen verschiedenen Gotteshäusern allein schon ein Muß für kulturhistorisch Interessierte.
Dann die Religionen:
Jerusalem ist eine heilige Stadt für
--- Christen
--- Juden
--- Muslime
und Wirkungsort derer unterschiedlichen Heiligen und Propheten.
Aktuell prägen das Stadtbild ultraorthodoxe Nichtzionisten und orthodoxe zionistische Juden.
Vom Islam sind Sunniten, Schiiten, Alawiten und Drusen vertreten.
Vom Christentum Griechisch-, Russisch-,Georgisch-, und Syrisch-Orthodoxe, Griechische-, Römische-, und Altkatholiken, Lutheraner, Anglikaner, etc., etc….
Für all diese Religionen ist Jerusalem einer der heiligsten Orte mit einigen der wichtigsten Stätten.
Z.B. für die Juden die Klagemauer.
Für die Muslime der Tempelberg und für die Christen die Grabeskirche.
Trotzdem die Stadt (eigentlich) in die verschiedenen Viertel aufgeteilt ist, sieht man überall unzählige muslimische Minarette und christliche Kirchen.
Oft hört man gleichzeitig den Muezzin rufen und die Kirchenglocken läuten.
Nirgends sonst kann man sich besser mit der Historie der Religionen auseinander setzten, vor allem natürlich mit der Geschichte von Jesus Christus.
Und die aktuelle Situation:
Gibt es weltweit noch einen Ort, an dem auf engstem Raum, so viele verschiedenen Religionen und Kulturen zusammen leben, bzw. versuchen zusammen zu leben?
Noch dazu verfeindete Gruppen!
Ich glaube nicht.
Die Beschäftigung mit der Frage welche Gruppierung eher einen Anspruch auf diesen Ort anmelden kann ist auch dann nicht zufriedenstellend zu beantworten, wenn man sich vor Ort eingehend damit beschäftigt.
Im Prinzip haben ALLE Gruppen berechtigte Ansprüche, aus ganz unterschiedlichen historischen Gründen.
Das macht das Thema ja so ungemein kompliziert, wenn nicht gar unlösbar.
Aus diesen Gründen gehört Jerusalem (nicht nur für mich ;-) ) zu den interessantesten, spannendsten und schönsten Plätzen überhaupt.
»admin« hat folgende Bilder angehängt:
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2

15.09.2011, 10:13

Jerusalem

Klasse, so den 2. Teil auch noch gelesen.

Bei mir geht es heute Nacht los.

bis in 11 Tagen Dave

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3

15.09.2011, 18:22

Hallo,
na super Bericht und schöne Bilder dazu.
Leider noch nie dagewesen.
Lg. Viktoria

Edi

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4

01.11.2011, 14:46

Jerusalem, Teil 2

Für mich sehr, sehr interessant. Die Vielfalt der Religionen.
Ich weiß auch keine Lösung - für Tolerante könnte die Ringparabel von Lessings Nathan (den Weisen)
zumindest Entschärfung bedeuten.
Eine schöne Vision wäre das friedliche Miteinader aller Religionen...!
Gruss
edi
Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat. (Antoine de Saint-Exupery)

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5

02.11.2011, 07:38

Toll, wieder etwas gelernt. Sehr schöner Bericht über Land und Religion.
Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen. Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst!

(Japanische Weisheit)



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