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  • »wombat79« ist der Autor dieses Themas

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1

03.06.2012, 21:39

Südamerika kurz & kompakt Teil1

Machu Picchu stand schon seit Jahren ganz oben auf meiner Wunschliste.
Als meine Frau dann Ende Dezember „grünes Licht“ gab, fing die
Suche nach ´nem passenden Flug gleich an. München –
Cuzco 1200€, mmh da fliegen bei mir nicht zu kurz kommen darf, und
ich eigentlich auch immer schon mal mit Rio de Janeiro geliebäugelt
hatte, war das Routing nach vier Tagen dann Buchungsreif, und ich
hatte noch einen Stop von 12 Std. in New York – perfekt! Das Thema
Sicherheit war eigentlich der einzige Grund warum Südamerika
noch ein weißer Fleck auf meiner Landkarte war und die vielen
(negativen)Berichte gerade im Internet bereiteten mir schon etwas
Bauchschmerzen, aber nach dem Motto „wird schon gutgehen“ ging es
dann am 6.Mai nun endlich los.
Von München mit British Airwaysnach London und weiter mit American Airlines nach Miami.
Hier angekommen fuhr ich erstmal mit dem Bus nach Hialeah, etwas
eingekauft, gegessen und dann zurück zum Flughafen zum
Weiterflug nach Guayaquil in Ecuador. Bis zur Buchung kannte ich nur
Quito und von Guayaquil hatte ich noch nie wirklich was gehört
(obwohl die größte Stadt im Land), aber eine merkwürdige
Werbung von „LAN“ wo zu der Stadt die Wasserfälle von Iguazu
abgebildet waren (???) machten mich neugierig. Bei Youtube fand ich
interessante Videos von Guayaquil wo auch schon der berühmte
„Crododile Hunter“ Steve Irwin war und Ecuador als Länderpunkt
bekommt man ja auch nicht alle Tage. Um 23 Uhr bin ich dort gelandet
und dann mit dem Taxi (5US$) ins Zentrum zum gebuchten Hotel,
welches etwa 10min vom Airport entfernt lag. Das Taxi hat jede rote
Ampel ignoriert, da auch die Straßen wie ausgestorben waren. Am
Hotel angekommen dachte ich es hat geschlossen, aber nachdem der
Taxifahrer dreimal kurz hupte kam umgehend der Portier um die Kette
und das Vorhängeschloss vom Gitter zu lösen. Seit dem
Abflug in MUC waren mittlerweile 25Stunden vergangen und das Bett
hatte eine magische Anziehung auf mich.

Am nächsten Morgen (7.5.) sah die Stadt gleich anders aus, das
Zentrum füllte sich und ich machte mich los um zu frühstücken.
Der Malecon2000, eine hübsch herausgeputzte Uferpromenade am Rio
Guayas war nach etwa 10min erreicht und südlich davon liegt der
bekannteste Park von Guyaquil, Parque Bolivar, mit seinen
prähistorisch wirkenden Leguanen. Was bisher auffiel, war die
hohe Präsenz an Security und Polizei, die in regelmäßigen
Abständen zu sehen war, sowie vor Banken mit Sturmgewehren
ausgerüstetes Sicherheitspersonal. Nördlich des Malecon
führen etwa 450 Stufen hinauf zum kleinen Leuchturm und der
Kirche. Bis hierher hatte ich keine Sicherheitsbedenken und nachdem
ich die zwei Polizisten fragte ob sie denn auch abends hier sind und
sie nickten, freute ich mich auf meine kleine nächtliche
Fototour, da das Stadtbild verlockend dafür war. Das dann Abends
aufgrund der Breitengrade eine Regenfront streifte, war jetzt nicht
so dramatisch und ich ging fix die 400 Stufen wieder runter und hatte
das Gefühl noch mehr Polizisten zu sehen als tagsüber. In
einem Food-Court noch schön gegessen und dann zurück ins
Hotel
.
Noch vor Sonnenaufgang (8.5.) checkte ich aus und fuhr per Taxi zum
Flughafen. Ein kleiner aber feiner Airport. Nachdem ich 2007
schon´mal mit LAN von Sydney nach Auckland geflogen bin, nun
mein zweiter Flug mit den Südamerikanern. In einer fast leeren
Maschine ging es nach Lima -umsteigen- und weiter nach Cuzco. Meine
Unterkunft befand sich neben dem Flughafen und war schnell gefunden.
Auf dem Flug hier her probierte ich „Inca Kola“, sozusagen das
Nationalgetränk in Peru und kaufte gleich ´ne große Flasche davon.

Per Minibus (0,35€) fuhr ich ins Zentrum und unternahm nur eine kurze
Besichtigungstour, denn die „dünne“ Luft hier auf 3300m
machte sich bemerkbar und die kommende Nacht war recht schlaflos
gewesen.

Am nächsten morgen (9.5.), es war noch dunkel, lief ich zum
Flughafen und nahm mir ein Taxi welches mich in 30min Fahrtzeit zur
Bahnstation Poroy brachte. Von hier beginnen die Züge nach Aguas
Calientes (Machu Picchu). Entfernung 97km bei einer Fahrtzeit von 3,5
Std.. Zuerst tuckerte der Zug durch die Hochebene und dann wurden die
Berge immer höher - sehr beeindruckende Landschaft. In Aguas
Calientes angekommen, begann für die meisten der Run zu den
Bussen, ich aber hatte erst für morgen meinen Aufstieg geplant
und mußte lediglich mein vorab reserviertes Ticket beim
Tourismusbüro noch bezahlen. Den Rest des Tages erkundete ich
das kleine Dorf und machte hier und da Pause in einem Cafe und
Restaurant.


Einen Wecker am nächsten Morgen (10.5.) brauchte ich nicht, geweckt
von den Leuten die unterwegs zum Bus waren der sie hinauf nach Machu
Picchu bringen sollte, packte ich meinen Rucksack, hinterlegte den
Schlüssel am Eingang und marschierte los. Es war 5:40Uhr und
noch dunkel aber der Himmel klar. Die ersten 20min immer am Fluß
entlang, diesen dann überqueren und der Aufstieg begann. Das es
kein Spaziergang werden wird war mir klar, aber die Pausen wurden dann
immer länger und bis zum Sonnenaufgang schaffte ich es nicht
ganz bis hoch, da fehlten mir dann 15min. Zu Machu Picchu selbst muß
man nicht viel sagen, es war immer schon mein Traum und nun stand ich
bei der „Hütte des Verwalters“ und die Anlage lag mir zu
Füßen. Das Panorama ist grandios und ich nahm mir knapp 7
Stunden Zeit da oben. So überlaufen wie es oft geschildert wird
war es nun wirklich nicht und man fand viele Stellen wo man auch mal
für sich allein ist. Gegen 14Uhr dann der Abstieg nach Aguas
Calientes, dort noch mal schön gegessen (chinesischer Reisteller
für 3€) und per Zug zurück nach Cuzco. Das ich am Tag
zuvor mit dem Taxifahrer vereinbarte mich in Poroy abzuholen erwies
sich als gute Idee, denn hier den Überblick zu behalten ob das
nun ein vertrauenswürdiger Fahrer ist oder nicht, wäre
schwierig gewesen und ich war ja da auch nicht der einzige Traveller
der nach Cuzco wollte. Aber so wurde ich schon mit Namensschild
empfangen und nach 30min war ich in meiner Unterkunft am Flughafen.

Mit´nem ordentlichen Muskelkater in den Beinen ging es am Tag
darauf (11.5.) zum Flughafen und mit LAN via Lima nach Santiago de
Chile, wo ich kurz vor Sonnenuntergang landete. Plötzlich hatte
ich nicht mehr das Gefühl in Südamerika zu sein, sondern,
weil schon öfters dort, in Madrid. Per Bus und Metro ins Zentrum
und nochmal 15min zu Fuß zu meiner bescheidenen Unterkunft –
GEN Suite&Spa. Mein Zimmer befand sich im 13.Stock , eingerichtet
mit Küche, Sitzbereich und seperatem Schlafzimmer sowie Balkon –
definitiv die beste Unterkunft der Reise. Auf dem Dach im 25.Stock
befand sich noch ein Pool und der Blick über´s nächtliche
„Sanhattan“ war der Hammer. Also fix noch in den Supermarkt und
was für den Backofen geholt und danach den Abend auf dem
Pooldeck bei einem guten Whiskey ausklingen lassen. Leider war das
schon alles was ich von Santiago sah, denn der Umweg war nur des
Flugpreises wegen und mein Weiterflug nach Rio ging bereits um
11:20Uhr am nächsten Tag (12.5.) und so verließ ich die
nette Unterkunft um halb9 in der früh.

Der LAN Flug ging dann recht spektakulär los – Start Richtung
Süden, Höhe gewinnen und links abbiegen zum Andenüberflug.
Man hat mehrfach darauf hingewiesen das die Benutzung elektronischer
Geräte immer noch untersagt ist (Steigflug), aber bei dem
Anblick der Berge......die nächsten 3 Stunden waren dafür
umso eintöniger gewesen.

  • »wombat79« ist der Autor dieses Themas

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2

03.06.2012, 21:41

Südamerika kurz & kompakt Teil 2

Das zweite große Abenteuer begann – RIO – was hab ich da im
Vorfeld mir anhören müssen:„Rio? allein?? Um Gottes
willen!“. Naja so schlimm war´s dann doch nicht, oder auch
nur einfach Glück gehabt weil es die kommenden 2 Tage fast nur
regnete. Daher ist die Fotoauswahl auch bescheiden. Motive gab es
genug, aber trotzdem hab ich an Tag1 den Zuckerhut in Angriff
genommen und am Tag 2 Cristo Redentor per Zahnradbahn, welcher ab
Mittag immer in den Wolken verschwand. Am Ipanema Beach und der
Copacabana stand ich jeweils mit Regenschirm, aber dafür hab ich
gut gegessen, denn in Rio wird nach Gewicht bezahlt am Buffet und der
volle Teller mit vielen leckeren Sachen kostete gerade mal 7€. Am
14.5. also Tag2 in Rio machte ich mich am späten Nachmittag
zurück zum Flughafen. Es schüttete wie aus Eimern und daher
nahm ich ein Taxi zum nahegelegenen City-Airport Santos Dumont und
von dort per Bus weiter zum Int´l Airport (GIG). Es war Montag
früher Abend und für die 20km brauchte der Bus fast
2Stunden!

Abflug 21Uhr mit American Airlines nach New York. Auf diesen Flug freute ich
mich schon seit Wochen. Langstrecke, Nachtflug -10Stunden, ab dieser
Zeit macht fliegen erst Spaß ;-) inkl Äquatorüberquerung
und den damit verbundenen Turbulenzen.
Ankunft (15.5.) um halb7 früh am JFK Airport. Da es mein 7. NY Besuch
war hab ich keine Zeit verloren und per Metro ging es direkt nach
Manhattan. Bei meinem „Burger King des Vertrauens“ gegenüber
vom Ground Zero wurde erstmal gefrühstückt. Hier war ich
bisher jedesmal und wieder dachte ich an meine ersten beiden Besuche,
wo gegenüber noch die Twin Towers in den Himmel ragten. Danach
lief ich zur Südspitze Manhattan´s zur Staten Island Ferry
– Ziel war die Staten Island Shopping Mall die ich nach 20min
Fährüberfahrt und nochmals 40min per Bus erreichte.
Hauptgrund für den NY Stopover war meine Einkaufsliste für
Frau&Kind und auch für mich, denn ich bin nicht bereit für
meine Levis 514 hier 90€ hinzulegen. An dieser Stelle wäre zu
erwähnen das es bei „Macy´s“ nachwievor für
internationale Gäste ein 10%Rabattcoupon gibt. 2 Jeans gekauft
und mal locker die Hälfte gespart. Zurück in Manhattan fuhr
ich dann doch noch zum Times Square und stellte fest, das ich trotz
13Jahre in München wohnend/arbeitend, hier öfters stand als
auf der Leopoldstrasse. Auch in New York gab es dann Dauerregen und
so machte ich mich 15Uhr auf dem Weg zurück zum JFK, diesmal mit
der Linie E bis Sutphin Blvd und weiter mit dem Airtrain – deutlich
schneller wie ich fand als ab/bis Howard Beach / Linie A – wieder
was dazugelernt.


Zur besten Rushhour, diesmal standen „nur“ 11 Maschinen vor uns,
verließ ich New York, Ankunft London (16.5.) um kurz nach 6Uhr
und gleich weiter mit British Airways nach MUC, wo ich pünktlich
um 10:40Uhr einschwebte.


Alles in allem war es ein gelungener Trip, ich hab gesehen was ich sehen
wollte und das fliegen hat wieder ´ne Menge Spaß gemacht
(11Flüge in 10Tagen bei 33tausend km). Mit dem Wetter in Rio
hatte ich halt Pech. Sollte ich, obwohl eher unwahrscheinlich,
nochmal nach Südamerika fliegen, dann nach Chile! Santiago hat
mich neugierig gemacht, das Sicherheitsempfinden dort war sehr hoch
und Namen wie Antofagasta oder Punta Arenas klingen auch spannend.



Zu den Kosten:

Das Routing mit American Airlines (MUC-London-Miami-Guayaquil//Rio-New
York-London-MUC) kostete 761€.


Bei LAN denke ich mir das es ein „Errorfare“ war, denn man bedenke
die hohen Ausreisesteuern die ja neuerdings schon inkludiert sind.
Denn für´s Routing Guayaquil-Lima-Cuzco-Lima-Santiago-Rio
legte ich 356€ hin.


Übernachtungskosten
zw. 20-30€ /Nacht. Für das Appartment in Santiago 53€


Richtig ins Geld geht dafür Machu Picchu: Zugfahrt mind 120US$/return +
Ticket Machu Picchu 38€.


Die vorgeschriebene Gelbfieberimpfung (50€) wollte niemand überprüfen
und meine bis dahin noch aufgehobenen Malariatabletten (Malarone)
brauch ich nun auch nicht mehr. Wer also demnächst bedarf hat
oder jemanden kennt – würde sie sehr günstig abgeben.

3

04.06.2012, 21:41

Super!

Ein super Tripp und eine klasse Story! ^^ :D :thankyou: :urlaub_koffer:

4

19.01.2014, 08:57

Das war aber ein knackiger Kurztrip :thumbsup: . Hast du super zusammengefasst
Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz (Hermann Löns)

5

24.01.2014, 10:09

Südamerika-Trip

Das war aber arg kurz.
Da hast du aber wirklich nur wenig bei all diesen Möglichkeiten gesehen.
Ich war insgesamt vier mal in Südmerika mit drei mal sechs Wochen und einmal 3 Wochen und habe immer noch nicht genug gesehen.
Gruß Sigurd
S@R