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migath

Meister

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  • »migath« ist der Autor dieses Themas

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27.05.2010, 17:55

Geldtausch im Ausland – Meine Erfahrungen

Liebe Pixxies,


bei jeder Reisevorbereitung erhebt sich bei mir immer wieder die spannende Frage: In welcher Form nehme ich Geld mit und wie tausche ich es in Landeswährung? Bei meinen Reisen in Asien während der vergangenen 10 Jahre hatte ich unterschiedliche Strategien verfolgt und glaube jetzt, die (für mich) optimale Variante gefunden zu haben, und möchte Euch gern daran teilhaben lassen. Vielleicht ist es für die/den eine(n) oder andere(n) Fernreisende(n) hier in diesem Forum in irgendeiner Weise hilfreich.

Die meiste Zeit meines Traveller-Daseins bin ich mit einem Mix aus Traveller-Checks (TC) und Bargeld in Euro, dazu evtl. noch ein paar Dollar-Noten, unterwegs gewesen. Während sich die Mitnahme von Barem bewährt hat – viele Wechselmöglichkeiten zu akzeptablem Kurs, meistens ohne Wechselaufschlag -, war dies bei Verwendung von TC jedoch nicht der Fall. Als Hauptargument für TC wird immer die Absicherung gegen Verlust genannt, das ist auch richtig. Dafür nimmt man aber etliche Nachteile in Kauf: Bei der Beschaffung und auch beim Einlösen werden nicht unerhebliche Gebühren fällig, die den meist recht guten Kaufkurs doch deutlich mindern. Weiterhin kann sich die Einlösung mitunter als recht schwierig erweisen; falls man sich nicht gerade in einem Backpacker-Zentrum mit Wechselstuben befindet, ist man auf Banken und deren Öffnungszeiten angewiesen. Und hat man es dann zum zuständigen Bankschalter geschafft, beginnt eine umständliche und zeitraubende Prozedur mit Formulare-Ausfüllen und Paß-Vorlage. Auch habe ich es erlebt, dass ich in einer großen Bank in Ninh Bin (Vietnam) mehrfach von Pontius zu Pilatus geschickt wurde, bis sich jemand fand, der die banktechnische Abwicklung beherrschte. Ein Trauerspiel! Wie neidisch habe ich auf die vielen ATMs mit u.a. Visa-Zeichen geschaut, an denen ich problemlos hätte Geld ziehen können. (MasterCard und EC-Karte mit Maestro-Zeichen hatte ich dabei, diese konnten aber an keinem Automaten dieser Stadt verwendet werden.


Ich beschloss, mir für künftige Reisen eine Visa-Card zuzulegen, und zwar eine Karte, mit der ich weltweit kostenlos Geld abheben konnte, ohne zusätzliche Bankgebühren zahlen zu müssen. Meine Recherchen führten mich zur Deutschen Kreditbank, einer Tochtergesellschaft der BayernLB. Bei Eröffnung eines per Internet geführten Kontos (komplett kostenfrei incl. EC-Karte) wird eine kostenlose Visa-Karte zur Verfügung gestellt, mit der weltweit ohne Gebühren Geld abgehoben werden kann. Weiterer Vorteil: Guthaben auf dem Visa-Konto wird mit gegenwärtig 1,65% (Anfang des Jahres noch 2,05%) verzinst – ein super Zinssatz für täglich verfügbares Geld!


Soweit die Theorie, die Praxis konnte ich im Februar in Thailand testen. Das Ergebnis: Alles funktionierte bestens, so wie ich es mir erhofft hatte, mit einer einzigen Einschränkung: Die meisten thailändischen Banken verlangen für das Geld-Ziehen eine Gebühr von 150 Bath (3,30€) je Vorgang. Allerdings habe ich eine Bank gefunden, die diesen Aufschlag nicht verlangt, die Ayuthya-Bank. Filialen dieses Instituts (Firmen-Signalfarbe: gelb) habe ich während meiner Thailand-Reise überall dort gefunden, wo ich frisches Bargeld benötigt hatte. Im übrigen weist jeder Geldautomat vor der Abhebe-Bestätigung darauf hin, ob Zusatz-Gebühren fällig werden oder nicht, so dass man noch rechtzeitig abbrechen kann.


In der Regel waren die Auszahlungen in 2-3 Tagen von dem Guthaben meines Visa-Kontos abgebucht, wie ich online checken konnte. Der abgerechnete Kurs lag dabei deutlich über demjenigen, den ich beim Umtausch von Bargeld erhalten hätte. Bargeld in Euro-Scheinen habe ich gleichwohl immer dabei, für Notfälle.


Damit ich künftig nicht von einer einzigen Karte abhängig bin, werde ich mir vor der nächsten Reise eine Zweitkarte ausstellen lassen, die ich dann unterwegs an einem besonders sicheren Ort aufbewahre.


(Übrigens: Von der DKB bekomme ich für diesen Text weder Honorar noch sonstige Vergünstigungen. Schade eigentlich …)



Noch eine kostenlose Geldtausch-Variante möchte ich der Vollständigkeit halber erwähnen, ich hatte sie vor Jahren in Malaysia getestet: Die Abhebung von meinen Postsparkonten per Karte an Automaten mit Visa-Plus-Zeichen (das sind ganz viele!) Aber da musste ich mehrere Karten mit verschiedenen PIN-Nummern mit mir herum schleppen, das war mir dann aber generell zu umständlich ...


Es grüße Euch


Euer Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »migath« (28.05.2010, 12:33)


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27.05.2010, 19:50

Geldtausch

Ich nehme immer Travellercheques, eine Kreditkarte, etwas Bargeld in Euro und etwas weniger in US $ (auch kleine Scheine für den schnellen Einkauf oder den letzten Umtausch vor der Haimreise) auf Reisen mit, meine Frau Travellercheques, Scheckkarte und Bargeld in Euro und US $. Tatsächlich ist es aber in den letzten Jahren speziell in nicht-touristischen Gegenden immer schwieriger geworden, Travellercheques umzutauschen. In Bogor/Indonesien gab es keine einzige Bank, die TC wechseln konnten, obwohl eine Bank groß damit warb. TC haben den Vorteil, dass der Aufschlag beim Kauf nicht sonderlich hoch ist und dass in vielen Ländern der Wechselkurs gegenüber Cash etwas höher ist.

Sonst gehen noch Kreditkarte oder Scheckkarte, beide haben aber den Nachteil, dass manchmal der Wechselkurs recht schlecht ist und dass häufig höhere Gebühren anfallen. Hinzu komm, dass ich eine gewisse Abneigung dagegen habe mit Karte zu zahlen oder Geld abzuheben, da ich als EDV-Sachverständiger weiß, wie leicht diese Dinger zu manipulieren und zu kopieren sind. Mir sind mit meiner in meiner Tasche befindlichen Scheckkarte in Kroatien (wo ich nachweislich noch nie war) einige Tausend Euro abgehoben worden - die Bank hat zwar nach einer Anzeige problemlos den Betrag ersetzt, trotzdem hinterläßt das ein mulmiges Gefühl.

Leider ist es nun einmal so, dass man heutzutage in fernere Länder nicht mehr ohne Kredit- oder Scheckkarte reisen kann - ATMs gibt es inzwischen fast überall, sogar in den hintersten Ecken Indiens.

Trotzdem sollte man - wie Michael schreibt - immer auch Bargeld für Notfälle dabei haben, das kann man überall tauschen, selbst auf dem Basar. In der Regel reichen da 200 Euro.



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3

27.05.2010, 20:15

Geldumtausch



Wir nehmen immer unsere Postsparbuchkarte mit,
damit kann man bis 10x im Jahr kostenlos umtauschen.
Es geht ganz Problemlos wie mit einer Kreditkarte an
fast allen Automaten.
Wir haben in Asien ohne Probleme Geld bekommen.
Ansonsten haben wir unsere Kreditkarten dabei, für
den Notfall. Natürlich auch Bargeld in Euro sowie in
Dollar, aber immer in kleine Stückelungen.
Travveller Schecks habe ich nicht mehr dabei, seit uns
ein paar Traveller Schecks gestohlen wurden und wir erst
nach unseren Urtlaub mit viel Probleme das Geld zurück
bekamen.
Lg Siggi
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27.05.2010, 20:29

Travellerschecks

Mir sind Gottseidank noch nie Travellerschecks gestohlen worden, aber ich habe shcon einige Leute getroffen, denen sie abhanden kamen. Die bekamen sie eigentlich alle innerhalb einer Woche ersetzt. Siggi, darum wundert mich, dass es bei Dir so lange gedeuert hat und Du Probleme hattest. Du brauchst natürlich eine Anzeige/Diebstahlsmeldung von der Polizei und eine Liste, welche TCs Du selber eingelöst hast, dann sollte es recht schnell gehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yaWo« (27.05.2010, 20:38)


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27.05.2010, 20:35

Travellerschecks

Hallo Dieter

Ganz so unbedarft bin ich ja nicht :D
Natürlich habe ich eine Anzeige erstattet
und die Liste mit den Schecknummern immer
seperat aufbewahrt.
Manchmal hat man einfach Pech.

Lg Siggi
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27.05.2010, 20:39

Hallo Siggi
dass Du unbedarft bist, habe ich nie und nimmer angenommen
:D - war eher als Hinweis für andere gedacht.

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28.05.2010, 16:50

Wie schaut es eigentlich aus, wenn Scheck- oder Kreditkarte im Ausland gestohlen werden? Hat da jemand Erfahrungen? Wie lange dauert es, bis man Ersatz bekommt und wie funktioniert das (z.B. wenn man in Thailand, Burma oder Indien ist)?